Berner Sam Snitchy: «Lieber auf Sofa oder mit mir im Progr?»
Der Berner Musiker Sam Snitchy spielt insgesamt 24 Konzerte in sechs Ländern. Am 21. Oktober gibt er ein Heimspiel im Berner Progr.

Das Wichtigste in Kürze
- Sam Snitchy aus dem Berner Breitenrain ist auf Europa-Tour - mit einem Abstecher in Bern.
- Am Mittwoch, 21. Oktober, spielt Snitchy im Berner Progr (20.30 Uhr).
- Früher war Snitchy Leadsänger bei der Berner Kult-Band «Mani Porno», die auch vielen YB-Fans bekannt ist.
Sam Snitchy ist eine Elektro-Punk-Band aus Bern, die vom gleichnamigen Frontmann Sam Snitchy (früher bekannt als Sänger von «Mani Porno» oder «Melker») angeführt wird. Zurzeit stehen 24 Konzerte in sechs Ländern und ein Heimspiel in Bern auf dem Programm.
Neben Leadsänger Snitchy sind mit Joel Burkhard (Bass) und Marcio de Souza (Drum) zwei junge Jazzschulabgänger der Jazzschule Zürich dabei.
Für den BärnerBär hat sich Sam Snitchy etwas Spezielles einfallen lassen – und sich gleich selbst interviewt.
Sam Snitchy, seit dem 19. September bist du auf Europatour. Deine Band spielt insgesamt 24 Konzerte in sechs Ländern. Ist das Rock’n’Roll oder einfach eine sehr teure Form von Schlafmangel?
Snitchy: Beides. Wir sammeln gerade Kilometer, Grenzübergänge und fragwürdige Schlafpositionen. In Belgien, Frankreich, Italien, Spanien, Deutschland und Dänemark. Wir sind ziemlich gut darin, fremde Städte zu finden und uns dort möglichst schnell wieder zu verirren. Aber genau das macht es aus: jeden Abend eine andere Bühne, ein anderes Publikum und hoffentlich immer ein paar Leute, die am nächsten Tag noch Ohrwürmer von uns haben.
Sam Snitchy: Die Band gibt es ja schon länger. Warum sollte man euch hören, wenn man euch noch nicht kennt?
Snitchy: Eine schwierige Frage. Wir machen Musik für Leute, die gerne etwas entdecken, das sie nicht schon hundertmal gehört haben. Es darf grooven, wild und schräg werden. Wir versuchen nicht, möglichst gefällig zu sein, sondern wollen unser Publikum mitnehmen und überraschen. Am besten lässt sich das live überprüfen. Spotify ist gut für die Neugier, aber die Turnhalle ist besser für die Ohren und den Rest des Körpers.

Sam Snitchy: Am 21. Oktober spielt ihr im Bern Progr. Ist ein solches «Heimspiel» entspannter als ein Konzert irgendwo in Spanien oder Dänemark?
Snitchy: Entspannter? Nicht unbedingt! Im Ausland ist man einfach irgendwo eine Band, die gerade auf Tour ist. In Bern kennt man vielleicht den einen oder anderen schon länger. Aber genau deshalb freuen wir uns auf diesen Abend. Nach so vielen Städten Europas wieder vor heimischem Publikum zu spielen, ist etwas Besonderes. Und wir können unser aktuelles Album endlich auch in Bern live präsentieren.

Sam Snitchy: Das Konzert findet im Rahmen von «Bee-Flat» in der Turnhalle des Progr statt. Gibt es einen gemütlichen Mittwochabend oder doch eine musikalische Grenzerfahrung?
Snitchy: Bis dahin werden wir bereits 17 Konzerte gespielt haben. Wir sollten also eingespielt sein – und hoffentlich auch noch genügend Energie haben! Wir bringen unser aktuelles Album, Spielfreude und eine ordentliche Portion Live-Erfahrung mit. Wer Lust auf einen intensiven, überraschenden Musikabend hat, ist bei uns genau richtig.
Sam Snitchy: Was sagst du jemandem, der am 21. Oktober noch nichts vorhat, Sam Snitchy nicht kennt und gerade überlegt, ob er lieber zu Hause bleibt?
Snitchy: Hast du auch eine kritische Frage auf Lager? Also. Wenn du schon immer wissen wolltest, wie sich ein Mittwochabend auf dem Sofa anfühlt, bleib ruhig zu Hause. Wenn du aber Lust hast, etwas Neues zu entdecken, komm in die Turnhalle im Progr! Bring Freundinnen und Freunde mit – kommt vorbei, wir freuen uns auf euch.








