Auch diese Woche wurde wieder fleissig kommentiert auf Nau.ch. Besonders bewegt haben die neuen Corona-Massnahmen, Novak Djokovic und der Epstein-Prozess.
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Das sagen die Nau.ch-Leser zu Corona-Regeln, Djokovic und Epstein. - Keystone/Twitter

Das Wichtigste in Kürze

  • Jede Woche werden auf Nau.ch über 10'000 Kommentare geschrieben.
  • Auch diese Woche haben die Leser hitzige Debatten geführt.
  • Zu reden gaben die neuen Corona-Massnahmen, Novak Djokovic und Donald Trump.

Die Massnahmen gegen das Coronavirus haben diese Woche wieder die Nau.ch-Leser bewegt. Nach langem Zögern hat sich der Bundesrat am Freitag durchgerungen und neue Massnahmen verabschiedet.

Die Masken- und Zertifikatspflicht wird ausgeweitet. Im privaten Rahmen bleibt das Covid-Zertifikat lediglich eine Empfehlung.

Coronavirus Zertifikat
Die neuartigen Zertifikate können nun doch ausgestellt werden. - Keystone

Zudem dürfen Betriebe und Veranstalter künftig freiwillig eine 2G-Regel einführen. Zudem fällt die Quarantäneliste wegen der besorgniserregenden Virusvariante Omikron. Auf eine Homeoffice-Pflicht oder repetitive Tests an Schulen verzichtet die Landesregierung.

Die neuen Massnahmen werden unterschiedlich bewertet. Manche kritisieren scharf: «Wir dürfen drinnen wieder Maske tragen? Jetzt ist aber genug!», so User «Didi xx».

Viele begrüssen die Massnahmen des Bundesrats, aber sie gehen ihnen zu wenig weit.
Die Maskenpflicht geht diesem User zu weit.
Dieser Leser fordert einen Lockdown für Ungeimpfte.
Dieser User will sich nur noch mit Ungeimpften treffen.
«Naiv» versteht nicht, warum die Schulen nicht stärker in die Pflicht genommen werden. Der Bundesrat verzichtet vorerst auf repetitive Tests.
Dieser User fordet, dass alle Massnahmen aufgehoben werden.
Nur noch ein Lockdown würde helfen, glaubt User «Drei 1».
Dieser User will Restaurants mit 2G meiden.

Andere begrüssen die Massnahmen und fordern teilweise gar noch strengere Regeln. «Lockdown für Ungeimpfte», fordert «Die Vernunft». Und User «Naiv» kritisiert, dass Schulen als «Treiber» nicht stärker in die Pflicht genommen werden.

Kann Novak Djokovic an die Australian Open?

In der Sportwelt für Aufsehen gesorgt hat diese Woche auch Srdjan Djokovic, der Vater des serbischen Tennisstars Novak Djokovic. Der Papa kritisierte die Impfpflicht am Australian Open. Er zweifelt, dass sein Sohn (Impfstatus unbekannt) am Major-Turnier teilnehmen kann. «Wahrscheinlich nicht unter diesen Bedingungen, mit dieser Erpressung und, wenn es auf diese Weise gemacht wird.»

Djokovic
Novak Djokovic und sein Vater Srdjan. - instagram/@nolefamromania

Dieser Kritik nichts abgewinnen kann Martin Paluka, Sportminister des Bundesstaates Victoria. «Es geht nicht um Erpressung, sondern darum, dass die Gesellschaft von Victoria geschützt wird.»

Anders sehen dies die Nau.ch-Leser. Nicht wenige sehen in der Impfpflicht an den Australian Open eine Erpressung. Sogar die grössten Kritiker des Tennisspielers stärken ihm den Rücken.

Dieser User findet, Djokovic brauche sich nicht impfen zu lassen. Er könne sich ja testen.
Einige raten dem Tennis-Star gar, sich ein falsches Zertifikat ausstellen zu lassen.
Sogar Kritiker des Spielers stärken ihm den Rücken.
Andere begrüssen es, dass Djokovic wohl nicht teilnehmen wird.
Viele loben den Vater für seine deutlichen Worte.
Dieser User findet den australischen Kurs zur Bekämpfung der Pandemie gut.

«Ich bin kein Djokovic-Fan. Aber ich bin hier der Meinung, er hat recht, würde mich auch nicht erpressen lassen», schreibt User «Tom Sawyer».

Lob für die Impfpflicht in Australien gibt es nur vereinzelt. «Australien ist ein Vorbildstaat. Nur so beenden wir die Pandemie», glaubt etwa ein anderer Leser.

Donald Trump muss wegen Epstein-Prozess zittern

In der Promiwelt zog für einmal nicht die Pandemie, sondern der Prozess um Ghislaine Maxwell (59). Sie war die mutmassliche Zuhälterin des pädophilen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein (†66).

Eppstein Donald Trump
Jeffrey Epsteins Pilot belastet Donald Trump und Prinz Andrew. - Keystone

Vor dem Prozess zittern auch die Superstars. Vor Gericht gab Larry Visoki, Epsteins Pilot, die Passagierliste des «Lolita Express» bekannt. Unter anderem Donald Trump (75) und Prinz Andrew (61), aber auch Kevin Spacey (62) und Bill Clinton (75) sollen im Pädo-Jet Platz genommen haben.

Besonders der Name Trump sorgt bei den Nau.ch-Lesern für hitzige Diskussionen. «Solche Leute können jahrelang tun, was sie wollen. Und ich werde belangt, wenn 5 Rappen auf der Steuererklärung fehlen», ärgert sich User «Günni».

Ohne Urteil will Leser «Kulle» noch nichts glauben.
Diese Userin ist erstaunt, dass Trump so eng mit Epstein verbandelt war.
Diese Userin glaubt nicht, dass Trump Boshaftigkeiten anstellen würde.
User «Günni» versteht die Welt nicht mehr.
Dieser User findet es merkwürdig, dass der Pilot keine Verantwortung übernehmen will.

Andere bezichtigen den Piloten der Lüge. «Anna die Weise» schreibt etwa: «Trump würde so etwas niemals tun, der Pilot will sich nur wichtig machen.» Schliesslich sei der Ex-Präsident «ein braver Familienvater» und ein «bekennender Kirchgänger».

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