Zürich: Dieser Tratsch an Migros-Kasse hat böse Folgen!
Ein Mann äussert gegenüber einer Migros-Kassiererin schwere Vorwürfe gegen einen Kinderkrippen-Mitarbeiter. Dafür wird er nun von der Justiz zur Kasse gebeten.

Das Wichtigste in Kürze
- In einer Migros-Filiale unterhalten sich ein Mann (28) und eine Kassiererin.
- Der Schweizer macht in dem Gespräch einem Kinderkrippen-Mitarbeiter schwere Vorwürfe.
- Dieser soll pädophil sein. Mit diesem Tratsch kam der 28-Jährige jedoch nicht durch.
- Er wurde wegen übler Nachrede verurteilt.
Dieser Migros-Besuch endete für einen Schweizer (28) mit einer hohen Rechnung. Jedoch kam diese nicht vom Detailhändler, sondern von der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis.
Auch wurde der Mann nicht wegen eines Diebstahl-Delikts belangt, sondern wegen übler Nachrede.
Polizei fälschlicherweise eingeschaltet
Doch der Reihe nach: Wie die «NZZ» berichtet, spielte sich der Vorfall im Oktober 2024 ab. Der 28-Jährige bezichtigte einen Kindergrippen-Mitarbeiter gegenüber einer Kassierin der Pädophilie. Eine weitere Mitarbeiterin konnte das Gespräch mithören.
Daraufhin wandte sich die Kassiererin – besorgt über das Geschilderte – an die betroffene Kinderkrippe. Gemäss «NZZ» stand nun gar eine Entlassung des Mitarbeiters vonseiten des Geschäftsführers zur Debatte. Auch die Polizei wurde informiert.
Teurer Klatsch: 1700 Franken werden fällig
Am Ende flog das Ganze aber auf. Im Strafbefehl steht, die Aussage sei bewusst wahrheitswidrig gemacht worden. Dem Beschuldigten sei auch klar gewesen, dass eine zweite Migros-Mitarbeiterin ebenso davon Wind bekam.
Für den Schweizer wird es nun teuer. 30 Tagessätze zu je 30 Franken Geldstrafe muss er bezahlen, insgesamt also 900 Franken. Dazu kommen Verfahrenskosten in Höhe von 800 Franken.












