Pfanni krönt Aufholjagd mit Overtime-Triumph
Der UHC Pfannenstiel dreht auswärts bei Regazzi Verbano UH Gordola einen 3:5-Rückstand und siegt 6:5 nach Verlängerung – Hafner trifft zum umjubelten Endstand.

Wie der UHC Pfannenstiel berichtet, kann das Team das letzte Spiel der Qualifikation 2025/2026 mit einem 6:5 Auswärtssieg nach Verlängerung gegen Regazzi Verbano UH Gordola abschliessen. Nach einem schwachen Start in einem emotionsgeladenen Spiel konnte Pfanni aufdrehen, in den Letzen Minuten ausgleichen und in der Verlängerung durch Hafner den Siegestreffer bejubeln.
Der UHC Pfannenstiel reiste nach der definitiven Playoff-Qualifikation am Vorabend ohne Druck ins sonnige Tessin, war aber dennoch gewillt den positiven Flow in einen Sieg umzumünzen. Der Start ins Spiel gelang dann mit veränderter Formation nicht ganz wunschgemäss, so dass die Einheimischen bereits nach 87 Sekunden in Führung gehen konnten.
Nach einem Gegenstoss war es Maddalena der das Score eröffnete. Selbiger Maddalena war es, der nach einem Ballverlust in der Mittelzone von Bacciarini lanciert wurde und Backhand in die rechte obere Ecke zum 2:0 erhöhen konnte.
Time-out bringt die Wende
Nur Sekunden später wäre fast das 3:0 gefallen, doch der Pfosten rettete für Pfanni-Hüter Schindele. In der zehnten Minute hatte dann der Pfanni-Staff genug gesehen und zog sein Time-Out ein. Trainer Werner ermahnte seine Jungs mit klaren Worten einen Gang hochzuschalten.
Diese Worte sollte Wirkung zeigen. Pfanni war fortan aktiver und präsenter. Zwar hatten Gordola in Person von Groppengiesser die nächste Chance, doch er verpasste nach einem Freistoss das offene Tor knapp.
In der 15. Minute spielte Klauenbösch nach einem langen Pass sehenswert quer zu van Welie, der für Pfanni mit einem satten Schuss verkürzen konnte und die Zürcher Oberländer aus Scoreboard brachte. Mit diesem 2:1 ging es auch in den ersten Pausentee.
Intensität nimmt spürbar zu
Der Start ins Mitteldrittel glückte den Tessinern erneut besser. Nicoli erkämpfte sich bereits in der ersten Minute den Ball, zog auf Schindele los, doch der Pfanni-Hüter blieb souverän Herr der Lage. Auf der Gegenseite war es dann Scheuner und Wittig im Nachschuss, die den Tessiner Arrighi zu zwei schönen Paraden zwangen.
Als nächstes Jubeln konnten dann die Tessiner in der 25. Minute, doch der Jubel blieb ihnen im Halse stecken, da die Schiedsrichter korrekterweise das Tor wegen eines Halten annullierten.
Nur eine Minute später brach dann bei den Zürcher Gästefans Jubel aus. Kreienbühl traf mit einem satten Distanzschuss in die weite Ecke zum Ausgleichstreffer. Kurz zuvor hatte Zehnder mit einem sehenswerten Volleyabschluss bereits die Querlatte getroffen.
Schlag auf Schlag im Mitteldrittel
Nun wurde das Spiel intensiver und auch emotionsgeladener. In der 28. Minute hatte Zehnder die erstmalige Führung auf dem Stock als er nach einem raumöffnenden Diagonalpass direkt abschloss. Doch der spätere Best Player Arrighi war auf dem Posten und vereitelte sehenswert.
Kurz nach Spielmitte ging das Heimteam erneut in Führung. Groppengiesser wurde etwas gar viel Zeit und Platz zugestanden, dies nutzte er mit einem präzisen Abschluss zum 3:2. Pfanni reagierte aber keine Zeigerumdrehung später. Dudler fand im Slot den als Center auflaufenden Klauenbösch, der Arrighi keine Chance liess und zum 3:3 einschoss.
Pfanni hatte in der Folge die besseren Chancen, doch Ushiu mit einem Buebetrickli und Kreienbühl mit einem weiteren Distanzschuss konnten den Tessiner Torhüter nicht bezwingen, so dass es mit 3:3 in die 2. Pause ging. Das letzte Drittel versprach also definitiv nochmals Spannung.
Pfanni-Captain Hafner entfacht neue Hoffnung
Erneut kam Gordola wacher aus der Garderobe. Cappiello und Regazzi erhöhten innerhalt von 167 Sekunden auf 5:3. Von diesem Schock musste sich Pfanni zuerst erholen und konnte sich in der 47. Minute bei Torhüter Schindele und der Querlatte bedanken, dass der Rückstand nicht noch weiter anwuchs.
In der 54. Minute war es dann Pfanni-Captain Hafner, der im Powerplay die Hoffnung ins Zürcher Lager zurückbrachte, in dem er eine Vorlage von Virrankari verwertete. Die Schlussphase hatte es dann nochmals in sich.
Zuerst wehrte Schindele gegen Groppengiesser spektakulär ab und vier Minuten vor Schluss sah Ernst den freistehenden Forrer, der unbedrängt zum Ausgleichstreffer abschliessen konnte. Somit musste die Verlängerung entscheiden.
Später Treffer krönt starke Moral
Dort musste Pfanni zuerst einen Rückschlag einstecken, nachdem Fässler nach einem Kopf-Check ausfiel und hatte dann auch noch Glück als Carlström alleine vor Schindele den Ball links am Tor vorbeischoss. Im weiteren Verlauf blieben Grosschancen aus, bis zur 68. Minute.
In dieser kam Hafner im Slot an den Ball und verwertete volley zum umjubelten 6:5-Siegestreffer für die Gäste. Die Zürcher Oberländer haben Moral gezeigt, sich nicht aus der Ruhe bringen lassen und so den Sieg einfahren können.
Pfanni Best Player Klauenbösch nach dem Spiel: «Nach dem wichtigen Spiel gestern, in dem es um die Qualifikation für die Playoffs ging, haben wir heute einen schönen Ausflug ins Tessin gemacht. Die Partie war sehr physisch und intensiv, aber umso glücklicher bin ich, dass wir sie am Ende für uns entscheiden konnten. Das gibt uns ein positives Gefühl und viel Selbstvertrauen für die bevorstehenden Playoffs.»
Pfanni bereit für den Favoriten
Auch glücklich zeigte sich Stürmer Zehnder: «Mit Ruhe und Gelassenheit reisten wir nach Tenero. Trotz intensiver, emotionsgeladener Gangart gelang es uns, unsere Spielfreude auf den Platz zu bringen und das Spiel nach Verlängerung für uns zu entscheiden. Nun blicken wir voller Vorfreude auf die kommenden Playoffs!»
Die Playoffs starten bereits in einer Woche. Pfanni trifft dabei im Zürcher Derby auf die Kloten-Dietlikon Jets, ein echtes Highlight. Während der Qualifikationssieger UHC Thun bei der Wahl auf den UHC Pfannenstiel verzichtete, schlugen die Jets die Zürcher Oberländer nicht aus.
Die Vorfreude auf Seite von Pfanni ist gross und zu verlieren haben sie gegen den klaren Favoriten und Aufstiegskandidaten aus der Flughafenstadt definitiv gar nichts. Die Spieltermine werden baldmöglichst kommuniziert.






