Zug rechnet für 2027 mit einem Plus von 291 Millionen Franken
Der Kanton Zug hat für 2027 einen Überschuss von 290,7 Millionen Franken budgetiert. Gleichzeitig steigt der Beitrag an den Nationalen Finanzausgleich (NFA) erstmals auf mehr als eine halbe Milliarde Franken, wie die Finanzdirektion am Mittwoch mitteilte.

Laut der Mitteilung steigen 2027 sowohl der Gesamtaufwand mit 161,3 Millionen Franken als auch der Gesamtertrag um 79,4 Millionen Franken. Rosig sind die Zuger Finanzaussichten auch in den Jahren 2028 bis 2030. So rechnet der Kanton mit Überschüssen zwischen 393 und 505,5 Millionen Franken.
Der Beitrag an den NFA steigt 2027 auf 528,9 Millionen Franken. Das sind 61,6 Millionen Franken mehr als im Vorjahr. Zug leiste damit einen «wichtigen und substanziellen Beitrag zum gesamtschweizerischen Wohlstand», liess sich Finanzdirektor Heinz Tännler (SVP) im Communiqué zitieren.
Die Steuereinnahmen sollen 2028 um 38,5 Millionen Franken auf rund 1,5 Milliarden Franken steigen. Sie wachsen damit «moderater» als in den Vorjahren, hiess es. Beim Kantonsanteil an den Bundessteuern werden Mehrerträge von 36,1 Millionen Franken auf 775,3 Millionen Franken erwartet.
Die Nettoinvestitionen steigen im Budget 2027 um 57,6 Millionen Franken auf 281 Millionen Franken. Vorgesehen sind unter anderem verschiedene Darlehen, etwa an den Eishockeyclub EVZ, die Zugerland Verkehrsbetriebe und die Stiftung The International School of Zug and Luzern. Grössere Investitionen betreffen zudem die Umfahrung Cham-Hünenberg und die Planung der neuen Kantonssschule Rotkreuz.
Für Standortmassnahmen will der Kanton insgesamt 213 Millionen Franken ausgeben. Dazu sind etwa Förderbeiträge an Unternehmen, Beiträge an die Kinder- und schulergänzende Betreuung, die Wasserinfrastruktur und ein Kompetenzzentrum für Cybersicherheit vorgesehen. Die Beiträge werden aus den Mehrerträgen der OECD-Steuer finanziert.
Der Bilanzüberschuss wird für 2027 auf rund 3,6 Milliarden Franken veranschlagt. Bis 2030 soll er laut Mitteilung auf 4,9 Milliarden steigen.










