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Biel BE: 93'000 Franken gegen Hitze in den Schulzimmern

Stadt Biel
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Nidau,

In Biel BE lanciert der Gemeinderat ein Programm gegen Hitze in Schulhäusern und sprach dafür 93'000 Franken. Weitere Beschlüsse betreffen die S-Bahn.

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93'000 Franken gegen Hitze in den Schulzimmern (Symbolbild) - Keystone

Die hohen Innenraumtemperaturen in den Sommermonaten verringern die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit von Lehrpersonen sowie Schülerinnen und Schülern und zwingen die Schulen und Tagesschulen organisatorische Massnahmen zu treffen. Der Gemeinderat hat aus diesem Grund ein Programm für Massnahmen zum sommerlichen Wärmeschutz an Schulen lanciert. Ohne weitere Massnahmen würden sich die Bedingungen aufgrund der laufenden Klimaerwärmung immer weiter verschlechtern.

In einem ersten Schritt sollen die Schulen analysiert und organisatorische wie bauliche Massnahmen geprüft werden. Bereits dieses Jahr sollen Fachleute die Schulen beraten, was sie konkret im Schulalltag tun können, und betriebliche Massnahmen für ein besseres Innenklima vorschlagen. Im Frühjahr 2027 soll ein Massnahmenpaket für massgeschneiderte, bauliche Anpassungen an besonders betroffenen Schulen vorliegen.

Für die Ausarbeitung eines Konzepts durch Fachleute aus Architektur und Bauphysik hat der Gemeinderat einen Kredit von 93'000 Franken gesprochen.

Stadt Biel unterstützt Weiterführung des Unterrichts in einer zweiten Landessprache in der Primarschule

Der Gemeinderat unterstützt den Entwurf zur Änderung des eidgenössischen Sprachengesetzes, der derzeit in der Vernehmlassung ist. Ziel ist es, den Unterricht einer zweiten Landessprache in der Primarschule präventiv im Sprachengesetz zu verankern.

Vor dem Hintergrund einer lebhaften und komplexen Debatte zum Sprachunterricht ist der Gemeinderat der Ansicht, dass eine gewisse Harmonisierung zwischen den Kantonen nach wie vor wichtig ist. Er teilt diesbezüglich die Ziele des Bundesrats hinsichtlich des nationalen Zusammenhalts und der Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften, die für das reibungslose Funktionieren der Schweizer Demokratie unverzichtbar sind.

Als bilinguale Gemeinde an der Grenze zwischen Deutschschweiz und Romandie misst die Stadt Biel der gelebten Zweisprachigkeit besondere Bedeutung bei. Das frühe Erlernen einer zweiten Landessprache in der Primarschule ist aus ihrer Sicht ein erster wichtiger Schritt und bietet allen Kindern Chancengleichheit. Es legt den Grundstein für die Vertrautheit mit der Sprache, deren Verständnis und die Entwicklung mündlicher Kompetenzen.

Der Gemeinderat erachtet es jedoch als unerlässlich, dass der Unterricht der zweiten Landessprache durch weitere Gelegenheiten zur deren Anwendung unterstützt wird, was zu deutlich mehr Kontakt mit der Sprache führt. Er ist der Ansicht, dass immersivere Ansätze, wie beispielsweise das Projekt Filière Bilingue, in diesem Bereich besonders vielversprechend sind.

In Biel kann der Sprachunterricht bereits heute durch verschiedene Gelegenheiten zur Anwendung der zweiten Landessprache ergänzt werden, insbesondere dank zweisprachigen Tagesschulen, Ferienpasskursen, dem freiwilligen Schulsport oder den Treffpunkten in den Quartieren.

Gemeinderat fordert Einbindung der künftigen Bieler S-Bahn in das Projekt «Verkehr ‘45»

Der Gemeinderat hat seine Stellungnahme im Rahmen der Vernehmlassung des Bundes zur Vorlage «Verkehr ‘45» verabschiedet. Die aktuelle Version dieses Projekts enthält kein grösseres Vorhaben für den Bahnknoten Biel, obwohl sich die Mobilitätsbedürfnisse des städtischen Ballungsraums stark verändert haben. Der Gemeinderat beantragt deshalb, dass das Projekt angepasst wird, um den künftigen Bedürfnissen der Region Rechnung zu tragen.

Die Stadt Biel und die Regionale Verkehrskonferenz Biel-Seeland-Berner Jura haben nach der Aufgabe der Projekte Regiotram und Westast der A5 die Vision S-Bahn 2045 ausgearbeitet. Diese sieht insbesondere die Verlängerung der Bahnlinie Yverdon-Neuenburg-Biel bis ins Bözingenfeld oder sogar bis nach Grenchen vor sowie eine neue Bahnhaltestelle im Bözingenfeld. Diese Massnahmen greifen, über die Schiene, die Hauptziele der früheren Projekte auf, indem sie die Anbindung des Bözingenfelds verbessern und eine attraktive Alternative zum Strassenverkehr auf der linken Seeseite bieten.

Ohne Alternative dieser Grössenordnung besteht die Gefahr, dass die Entwicklung des städtischen Ballungsraums durch die fortschreitende Überlastung des Verkehrsnetzes gebremst wird, mit negativen Auswirkungen auf die Attraktivität und die wirtschaftliche Entwicklung. Deshalb fordert die Stadt, dass die «Vision S-Bahn Biel 2045» in die nächsten Planungsschritten auf Bundesebene einbezogen wird.

Ausserdem verlangt die Stadt, dass die notwendigen Anpassungen der Infrastruktur am Bahnhof Biel bereits heute vorbereitet werden, insbesondere die Realisierung der Unterführung Ost, die Neugestaltung der Gleise und Perrons sowie die im kantonalen Richtplan vorgesehenen Anpassungen der Infrastruktur der Aare Seeland mobil AG .

Zudem kommt der Bernstrasse durch den Verzicht auf den Bau des A5-Westsasts eine wichtige Rolle als nationale Verkehrsachse zu. Die regelmässigen niedergehenden Schranken des Bahnübergangs mindern jedoch die Attraktivität dieser Route und tragen dazu bei, dass der Durchgangsverkehr durch die Stadt bestehen bleibt. Die Stadt fordert daher die Aufhebung des Bahnübergangs der asm-Bahnlinie an der Bernstrasse durch den Bau einer Eisenbahnbrücke bis 2045.

Der Gemeinderat hat seine Stellungnahme dem Schweizerischen Städteverband übermittelt, der sie im Rahmen des Vernehmlassungsverfahrens an das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) weiterleiten wird.

Gemeinderat unterstützt Pflicht zur Erstellung von Ladeinfrastruktur für Elektromobilität

Der Gemeinderat der Stadt Biel begrüsst die vorgeschlagene Änderung des Energiegesetzes im Rahmen der Vernehmlassung des Schweizerischen Städteverbandes. Aus Sicht des Gemeinderates ist die geplante Pflicht zur Erstellung von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge durch Vermietende ein wichtiger Schritt, um die Klimaziele von Bund und Städten zu erreichen. Nur wenn am Wohnort Ladeinfrastruktur vorhanden ist, können Mietende auf Elektrofahrzeuge umsteigen.

Zusicherung des Gemeindebürgerrechts der Einwohnergemeinde Biel

Der Gemeinderat hat 64 in Biel wohnhaften Personen den Zusicherungsentscheid zum Gemeindebürgerrecht erteilt. Unter ihnen sind 32 Personen in der Schweiz geboren. Unter den Gesuchstellerinnen und Gesuchstellern sind 30 Erwachsene und 34 Minderjährige.

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