Zahl der AHV-Renten steigt weiter – Kasse bleibt im Plus
2025 wurden 2,64 Millionen Franken Altersrenten ausbezahlt. Die AHV schloss trotz steigender Bezügerzahl mit Überschuss ab.

Das Wichtigste in Kürze
- 2025 erhielten 2,64 Mio. Menschen eine AHV-Altersrente, erneut mehr als zuvor.
- Ein Drittel der AHV-Renten ging an Beziehende mit Wohnsitz im Ausland.
- Die AHV schloss finanziell erneut positiv mit 4,4 Mrd. Franken ab.
Die Zahl der AHV-Rentenbeziehenden ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Insgesamt wurden 2,64 Millionen Altersrenten ausbezahlt, 1,6 Prozent mehr als im Vorjahr.
Gleichzeitig bezogen 472'000 Personen Leistungen der IV, wie das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) am Dienstag mitteilte.
Bereits 2024 war die Zahl der Altersrentenbeziehenden um rund 1,8 Prozent beziehungsweise gut 44'000 Personen angewachsen. Heuer war es mit netto 40'400 Personen ein weniger grosser Anstieg.
Insgesamt richtete die AHV Ende 2025 rund 2,91 Millionen Renten aus, darunter 229'600 Hinterlassenen respektive Witwen-, Witwer- und Waisenrenten.
Die Zahl der Altersrenten-Bezügerinnen und Bezügern ist seit 2001 auf das über eineinhalbfache angestiegen, schreibt das BSV. Die Hauptgründe für diese Entwicklung lägen in der demografischen Struktur, insbesondere in der steigenden Lebenserwartung.
Ein Drittel im Ausland
Rund ein Drittel der Renten ging an Personen mit Wohnsitz im Ausland, insbesondere an ausländische Staatsangehörige, die nicht mehr in der Schweiz lebten. Seit 2001 hat sich die Zahl dieser Rentenbeziehenden mehr als verdoppelt.
Von den 817'000 ins Ausland geflossenen Altersrenten gingen rund 83 Prozent an Personen in den Nachbarländern zur Schweiz sowie in die beiden südeuropäischen Staaten Spanien und Portugal.
Die Bezügerinnen und Bezüger waren neben ehemaligen Grenzgängerinnen und Grenzgängern, Personen, die in ihr Heimatland zurückgewandert waren oder im Ausland lebende Schweizerinnen und Schweizer.
Einnahmeüberschuss bei der AHV
Finanziell schloss die AHV im vergangenen Jahr erneut positiv ab. Die Einnahmen überstiegen die Ausgaben um 1,8 Milliarden Franken.
Unter Einbezug der Kapitalerträge resultierte ein Betriebsergebnis von 4,4 Milliarden Franken. 2024 hatte die AHV ein positives Betriebsergebnis von 5,6 Milliarden Franken erwirtschaftet.
Ohne Berücksichtigung des Anlageergebnisses lag damit zum fünften Mal in Folge ein positives Ergebnis vor. Ende 2025 belief sich das gesamte AHV-Kapital auf 60,4 Milliarden Franken.
Die Versicherten entrichteten gemäss Statistik Beiträge in der Höhe von 39,3 Milliarden Franken. Der Bund steuerte als zweitwichtigste Finanzierungsquelle 10,8 Milliarden Franken bei.
Dazu kam das Mehrwertsteuerprozent zugunsten der AHV mit 4,7 Milliarden Franken.
Steigende Zahl an IV-Beziehenden
Im Dezember 2025 bezogen 260'600 Personen eine IV-Rente. Hinzu kamen 69'600 Renten für Kinder von erwachsenen IV-Beziehenden.
Im Jahr zuvor waren es 254'200 Personen gewesen. 26'700 der IV-Renten gingen an Personen im Ausland. Von 2005 bis 2025 ist der Anteil der IV-Rentnerinnen und -Rentner an der versicherten Bevölkerung von 5,28 auf 4,17 Prozent zurückgegangen.
Nach wie vor ansteigend ist die Zahl der Neuanmeldungen. 2014 waren es noch 47'300 Neuanmeldungen gewesen, im Jahr 2025 waren es 70'700.
Hier spielten gemäss Jahresbericht zur IV-Statistik allerdings auch politische Entscheide und Anpassungen in der Rechtsprechung eine Rolle.
Die meisten, nämlich vier von fünf IV-Renten wurden aufgrund einer Krankheit zugesprochen – Die Mehrzahl (53 Prozent aller Renten) war psychisch bedingt.
12 Prozent der IV-Renten wurden aufgrund eines Geburtsgebrechens, 5 Prozent wegen Folgen eines Unfalls ausbezahlt.
Negatives Ergebnis bei der IV
Im Gegensatz zur AHV schloss die IV finanziell mit einem negativen Ergebnis ab. Einnahmen von 10,59 Milliarden standen Ausgaben von 10,80 Milliarden Franken gegenüber.
Den grössten Anteil der Ausgaben machten mit 5,99 Milliarden Franken die Rentenauszahlungen aus.
Dazu kamen Beiträge für medizinische Massnahmen (1 Milliarde Franken), Abgaben von Hilfsmitteln (254 Millionen Franken) sowie Massnahmen zur beruflichen Eingliederung (979 Millionen Franken).
Mit 6,39 Milliarden Franken leisteten die Versicherten den höchsten Teil an den Einnahmen. Der Bundesbeitrag belief sich auf 4,20 Milliarden Franken.
Steigende Ergänzungsleistungen
Die Ausgaben der Ergänzungsleistungen (EL) zur AHV und IV stiegen im Jahr 2025 um 4,7 Prozent auf 6,2 Milliarden Franken. Der Anteil des Bundes an diesen Kosten betrug rund 34 Prozent, den Rest trugen die Kantone.
231'900 Personen erhielten im Dezember 2025 (EL) zur Altersversicherung. Das sind 6000 Personen oder 2,6 Prozent mehr als Ende 2024.
Der Anteil der Personen mit einer Altersrente, die auf EL angewiesen sind, ist mit 12,3 Prozent um 0,1 Prozentpunkte leicht angestiegen.
126'100 Personen bezogen eine EL zur IV. Das waren 4300 Menschen oder 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anteil der IV-Rentnerinnen und -Rentner mit EL stieg um 0,6 Prozentpunkte auf 49,8 Prozent.














