Starker Anstieg an Neurentnern bringt IV in finanzielle Bedrängnis
Der starke Anstieg an neuen Rentnern bringt die Invalidenversicherung in Finanz-Schwierigkeiten. Bei der AHV sorgt die 13. Rente für ein negatives Ergebnis.

Das Wichtigste in Kürze
- Ohne Reformen könnte das IV-Defizit bis 2030 auf 800 Millionen steigen.
- 2025 lag das Umlagedefizit der IV bereits bei 209 Millionen Franken.
- Die 13. AHV-Rente könnte die Defizite bis 2035 auf 4,9 Milliarden treiben.
Der starke Anstieg an neuen Rentnerinnen und Rentnern bringt die Invalidenversicherung in finanzielle Bedrängnis.
Ohne Gegenmassnahmen werde das jährliche Defizit der IV bis 2030 auf schätzungsweise 800 Millionen Franken anwachsen. Dies schreibt das Bundesamt für Sozialversicherungen.

Bereits 2025 habe das Umlagedefizit 209 Millionen Franken betragen. Und das Vermögen der IV habe rund 17 Prozentpunkte unter der gesetzlich vorgegebenen Mindestgrenze von 50 Prozent einer Jahresausgabe gelegen.
Auch AHV in Schwierigkeiten
Die Finanzen der AHV werden von der 2026 erstmals auszubezahlenden 13. Rente beherrscht.
Die Kosten von rund 4 Milliarden Franken seien noch nicht gedeckt. Dadurch könnten die Defizite von aktuell 1,3 auf rund 4,9 Milliarden Franken im Jahr 2035 anwachsen.
Für Entlastung könnte die Zusatzfinanzierung mit 0,4 Prozentpunkten aus der Mehrwertsteuer sorgen.
Darüber muss das Volk im November noch abstimmen. Würden die zusätzlichen Mehrwertsteuereinnahmen angenommen und per 2028 eingeführt, würde das Defizit mit 1,2 Milliarden im Jahr 2030 und 3,3 Milliarden Franken im Jahr 2035 zu Buche schlagen.
Bei der Erwerbsersatzordnung (EO) und den Ergänzungsleistungen (EL) scheint die finanzielle Lage in Griff zu sein. Bei der EO sei die Finanzierung längerfristig gesichert. Die Ausgaben der EL dürften bis 2030 aber unter anderem als Folge der steigen Zahl neuer IV-Renten um 3,5 Prozent pro Jahr ansteigen.












