Feuer

    Walliser Spitaldirektor: «Wir sind alle ständig den Tränen nahe»

    Keystone-SDA
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    Crans-Montana,

    In der Silvesternacht kam es in Crans-Montana VS zu einer Brand-Katastrophe. Für die Spitalangestellten eine sehr belastende Situation.

    Bonvin Crans Montana
    Für den Walliser Spitaldirektor Eric Bonvin und seine Mitarbeitenden war es ein belastender Jahresauftakt. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • In der Silvesternacht kam es in Crans-Montana VS zu einer Feuer-Katastrophe.
    • 40 Menschen starben, 119 Personen wurden verletzt.
    • Für das Spitalpersonal im Wallis ist die Situation emotional sehr belastend.

    Für das Spitalpersonal im Wallis ist die Brandkatastrophe von Crans-Montana emotional sehr belastend.

    Das berichtet der Walliser Spitaldirektor Eric Bonvin in einem Interview mit der «Sonntagszeitung». Die meisten Opfer hätten schwere Verbrennungen im Gesicht und an den Händen, sagte er.

    «Sie haben eine sehr lange Heilungsphase vor sich. Und werden oft ein Leben lang durch Narben gezeichnet sein.» Sie seien im Moment auch mental äusserst verletzlich.

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    Grosse Sorgen bereiteten ihm «grausame Kommentare» in den sozialen Medien. Etwa, dass es sich bei den Opfern «sowieso nur um Reiche» handle. Er hoffe, dass die Grausamkeit der sozialen Medien die Situation der Betroffenen nicht verschlimmere.

    Die meisten Opfer stammen aus dem Wallis

    Der grosse Ansturm sei nun vorbei. Viele würden aber in etwa einem Monat zur Nachbehandlung und Rehabilitation ins Spital zurückkehren.

    Dies, weil die meisten Opfer aus dem Wallis stammten. Darauf bereite sich das Spital vor.

    Das Drama hat für den Spitaldirektor auch «etwas Empörendes». Das viel stärkere Gefühl sei aber das der Trauer.

    «Diese tiefe Emotionalität spüre ich bei allen Beteiligten. Bei der Polizei, den Politikern, den Pflegenden und auch bei mir selbst. Wir alle sind ständig den Tränen nahe», sagte Bonvin.

    Spitalangestellte fürchten, Opfer zu kennen

    Solche Katastrophen seien für Profis Momente höchster Intensität, in denen sie ihre Berufung voll ausleben könnten. «Man tut einfach seinen Job. Das ist erfüllend, aber emotional äusserst belastend», sagte er.

    Trauern Crans-Montana
    Die Anteilnahme vor der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana ist gross. - keystone

    Die Angst der Familien, der Schock der jungen Verletzten, die nicht wissen, was ihnen zugestossen war: All das sei schwierig zu verdauen.

    Dazu komme, dass viele Angestellte des Spitals in der Region lebten. Viele fragten sich deshalb, ob ihre Kinder oder Kollegen unter den Opfern seien.

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