Feuer

    Beatrice Pilloud: «Werde permanent frontal attackiert»

    Belinda Schwenter
    Belinda Schwenter

    Crans-Montana,

    Nach der Brand-Katastrophe in Crans-Montana steht die Walliser Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud in der Kritik. Nun äussert sie sich erstmals dazu.

    Beatrice Pilloud
    Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud bricht ihr Schweigen. (Archivbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Walliser Generalstaatsanwältin, Beatrice Pilloud, steht in der Kritik.
    • In einem Interview bricht sie erstmals ihr Schweigen.
    • Pillaud stellt klar: «Das geht zu weit.»

    Beatrice Pilloud, die Walliser Generalstaatsanwältin, steht seit einigen Wochen in der Kritik. Ihr werden Fehler bei der Untersuchung des Silvester-Brands in Crans-Montana vorgeworfen.

    Pilloud ist erst seit zwei Jahren im Amt und war zuvor als Anwältin tätig. Besonders kritisiert wird sie für ihre geplante Teilnahme an einer Veranstaltung der Weinbruderschaft «Ordre de la Channe». Der Verein zählt rund 1300 Mitglieder.

    Eines davon ist Nicolas Féraud, der Gemeindepräsident von Crans-Montana.

    Gegenüber dem «Walliser Boten» betont sie: «Ich wusste nicht, dass Nicolas Féraud in dieser Zunft ist.» Sie verstehe daher auch die Aufregung nicht.

    «Es gibt Journalisten, die vor unserem Haus warten»

    Pilloud spricht im Interview auch über den enormen Druck durch Medien. Sie erklärt, dass sie seit dem Brand keine Freizeit mehr habe.

    Sie werde ständig von Journalisten verfolgt: «Ausgehen oder auch nur Spaziergänge sind derzeit kaum möglich für mich, da immer und überall Journalisten präsent sind», sagt sie.

    Verstehst du die Kritik an Beatrice Pilloud?

    Sie konkretisiert: «Ich werde von gewissen Medien permanent frontal attackiert. Es gibt Journalisten, die vor unserem Haus warten. Das geht doch zu weit.»

    Auf die Frage, wie sie mit dem Druck umgehe, antwortet Pilloud: «Ich persönlich? Gute Frage. Ehrlich gesagt habe ich keine Zeit, darüber nachzudenken.»

    Das sei im Moment auch nicht entscheidend. Im Fokus stehe ihre Aufgabe, gemeinsam mit ihrem Team diesen Fall zu bearbeiten.

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    Kommentare

    User #1370 (nicht angemeldet)

    Mein Mitleid hält sich sehr in Grenzen für Staatsanwälte.

    User #3451 (nicht angemeldet)

    Dann geben sie doch den Fall wegen Befangenheit ab. Dann sibd sie wenigstens ehrlich.

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