Im Kanton Wallis wurde ein Nachtragskredit von 213,15 Millionen Franken angenommen. Der Kredit kann vom Kanton ohne Sparmassnahmen aufgefangen werden.
7500 Franken Volksinitiative
Verschiedene Schweizer Noten. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Grosse Rat im Kanton Wallis hat am Montag einen Nachtragskredit angenommen.
  • Insgesamt wurden 213,15 Millionen Franken angenommen.

Der Walliser Grosse Rat hat am Montag einen Nachtragskredit zur Bewältigung der zweiten Corona-Welle einstimmig angenommen. Der Betrag von 213,15 Millionen Franken beinhaltet eine Erneuerung der vom Grossen Rat im Jahr 2020 bewilligten Kredite sowie neue Kredite zur Förderung der Wirtschaftstätigkeit und Sicherung von Arbeitsplätzen.

Laut Kantonsregierung erlaubt der Zustand der Finanzen, diese unvorhergesehenen Mehrausgaben und Einkommensverluste ohne Sparprogramm aufzufangen. Der vom Staatsrat beantragte Betrag umfasst unter anderem 150 Millionen Franken zur Unterstützung von Unternehmen, die wegen Covid-19 schliessen mussten oder erhebliche Umsatzeinbussen erlitten, 19,5 Millionen Franken zur Unterstützung der Veranstaltungs- und Reisebranche sowie 15 Millionen Franken für die MEM-Industrie.

Bereits im November Nachtragskredite angenommen

13,4 Millionen Franken sind für die Kultur vorgesehen, 6,2 Millionen Franken für die Tourismusförderung und 4,3 Millionen Franken für die Durchführung von Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen.

Bereits im vergangenen November hatte der Grosse Rat eine erste Reihe von Nachtragskrediten im Gesamtbetrag von 122,8 Millionen Franken genehmigt. Die Hälfte davon wurde bis zum Ende des Jahres ausgegeben.

«Die zweite Welle hat viel mehr gekostet, weil es notwendig war, Sektoren zu kompensieren, die während einer sehr wichtigen Aktivitätsphase sehr stark betroffen waren», sagte Staatsrat Christophe Darbellay (CVP) im Parlament.

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