9 Tipps für den Herbst daheim
Das Tessin auf dem Bike entdecken oder im Berner Jura Bewegung mit Genuss kombinieren: Unsere fünf Tipps für einen abwechslungsreichen Herbst in der Schweiz.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Schweizer Herbst muss sich nicht verstecken.
- Während der dritten Jahreszeit warten etliche spannende Erlebnisse.
- Wir stellen neun Ausflüge vor, die sich besonders lohnen.
Im Herbst lassen sich auch in der Schweiz einiges erleben. Wir stellen neun spannende Ausflüge vor.
Berner Jura: Genuss und Bewegung
Bewegung mit dem Genuss regionaler Spezialitäten verbinden? Das ist im Berner Jura auf der Genussroute «Auf den Spuren des Tête de Moine AOP» möglich. Startpunkt ist Sonceboz, wo man zur Stärkung eine regionale Apéroplatte serviert bekommt.
Anschliessend geht es zu Fuss oder mit dem Velo nach Bellelay – dem Ursprungsort des bekannten Halbhartkäses Tête de Moine AOP. Die Wanderung ist rund 11,5 Kilometer lang und dauert gut drei Stunden, die Veloroute misst 13,2 Kilometer und benötigt rund zweieinhalb Stunden.

Ziel beider Touren ist die Maison de la Tête de Moine, wo Besucherinnen und Besucher mehr über die Geschichte und Herstellung des Käses erfahren. Anschliessend steht ein traditionelles Fondue mit Tête de Moine AOP auf dem Menü, gefolgt von Meringue mit Greyerzer Doppelrahm als Dessert.
Jakobsbad AI: Temporeich ins Tal
1000 Meter pures Adrenalin warten in Jakobsbad im Kanton Appenzell Innerrhoden. Dafür verantwortlich ist die Bobbahn des Kronbergs. Nach dem Einstieg im Tal geht es zuerst 450 Meter in die Höhe und danach – entweder alleine oder zu zweit – rund fünf bis sieben Minuten lang tempo- und kurvenreich hinunter zum Ausgangspunkt.

Die gewünschte Geschwindigkeit kann dank des Bremshebels jeder selber wählen. Wer nach der Fahrt noch nicht genug Action hatte, ist im angrenzenden Zipline-Park richtig. In diesem saust man auf 25 Ziplines hoch über dem Boden durch die Luft oder muss herausfordernde Klettereinheiten auf fünf verschiedenen Routen meistern.
Sion VS: Bikerfreundlich campieren
Mountainbike und Camping passen bestens zusammen. Noch besser wird es, wenn die Infrastruktur auf die Bedürfnisse von Bikerinnen und Bikern ausgerichtet ist. Das ist zum Beispiel auf dem TCS Camping Sion mit seinen 333 Stellplätzen und 37 Mietunterkünften der Fall.

Am Eingang zu den imposanten Walliser Bergtälern gelegen, bietet der Platz spezielle Services für Velofans. Dazu gehören abschliessbare Bike-Räume, Wasch- und Reparaturstationen, E-Bike-Ladestationen, Tourenvorschläge sowie die Möglichkeit, Sportkleider zu waschen. Nach der Mountainbiketour wartet zur Abkühlung ein campingeigener Naturbadesee.
Wer vom Biken noch nicht genug Action hat, kann sich im nahe gelegenen Surfers Paradise «Alaïa Bay», dem ersten Surfbecken in Kontinentaleuropa, austoben.
Andeer GR: Digitale Schatzsuche
Auf der Capricorn Pirsch in Andeer GR folgt man den Spuren der Steinböcke, um den letzten Schatz der Alpen zu finden. Ausgerüstet mit der kostenlosen Schatzkarte (erhältlich im Hotel Restaurant Capricorns in Wergenstein), sind auf dem rund fünf Kilometer langen Weg diverse Rätsel rund um das Wappentier von Graubünden zu lösen.
Alternativ lässt sich die Schatzsuche auch digital mit einem GPS-Gerät (ebenfalls erhältlich im Hotel Restaurant Capricorn) oder der Gratis-App absolvieren. Start- und Endpunkt dieses Erlebnisses für die ganze Familie ist in Wergenstein.
Lugano TI: Im Outdoor-Paradies
Mit seinem grossen Abenteuerpark gehört der Monte Tamaro zu den beliebtesten Ausflugszielen in der Region rund um Lugano. Bereits die Fahrt mit der Gondel ist ein Panoramahighlight.
Oben warten unter anderem eine Tyrolienne (Zipline), eine Rodelbahn und ein Seilpark im schönen, jahrhundertealten Buchenwald. Vom Monte Tamaro starten zudem zahlreiche offizielle Mountainbike-Routen in Richtung der Hügel des Malcantone. Ohnehin ist Lugano eine ideale Feriendestination für Mountain- und auch für Gravelbiker.

Ein Höhepunkt für Letztere ist die 200 Kilometer umfassende «Lugano Gravel Tour». Da sie in fünf Etappen unterteilt ist, kann sie an verschiedenen Tagen gefahren werden. Seit 2025 gibt es ausserdem mit der «Malcantone Hills Gravel Bike Tour», der «Lugano Peninsula Gravel Bike Tour» und der «Vedeggio River Gravel Bike Tour» drei neue Routen, die sich in verschiedenen Gebieten der Region befinden.
Avenches VD: Besuch bei den Römern
Auch die Schweiz war einst ein Teil des Römischen Reichs. Die Hauptstadt der Helvetier damals: Aventicum, heute besser bekannt als Avenches im Kanton Waadt. Ein Besuch des Ortes, der einst 20'000 Einwohnerinnen und Einwohner zählte, ist eine spannende Reise in die Vergangenheit.
Noch heute sind hier mit dem imposanten Amphitheater oder dem Osttor Überreste aus längst vergangenen Tagen zu sehen. Noch mehr über die faszinierende Geschichte der Römer erfährt man im Römermuseum im mittelalterlichen Turm oberhalb des Einganges des Amphitheaters. Stolz der Sammlung ist eine Goldbüste des Kaisers Mark Aurel.
Zug ZG: Ein Tag im Museum
Kürzer werdende Tage oder garstiges Herbstwetter sind die ideale Gelegenheit, wieder einmal ein Museum zu besuchen. Im Kanton Zug finden sich solche zu verschiedenen Themen wie Geschichte, Kunst, Archäologie oder traditionelles Handwerk.
So zeigt das Kunsthaus Zug Werke von der klassischen Moderne bis zur Gegenwart, während das Museum für Urgeschichte(n) archäologische Funde aus dem Kanton präsentiert. Im Ziegelei-Museum Cham können Besucherinnen und Besucher in Workshops sogar selbst Lehmziegel herstellen. Ein besonderes Highlight ist das Museum Burg Zug. In thematisch gestalteten Räumen wird die Geschichte des Kantons anhand von Originalobjekten, interaktiven Stationen und multimedialen Elementen erzählt.

Das Stadtmodell etwa offenbart nicht nur die Stadtentwicklung bis 1730 – auf einem Touchscreen lässt sie sich virtuell bis ins Jahr 2013 verfolgen. Auch Familien kommen auf ihre Kosten: Ein speziell gestalteter Kinderbereich sowie die Comicfigur Lili, die durch die Ausstellung führt, machen den Museumsbesuch auch für die jüngsten Gäste zu einem Erlebnis.
Rheintal SG: Auf dem Rheintaler Binnenkanal von Montlingen bis Au
Ein sonniger Herbsttag eignet sich bestens für eine Gummiboot-Tour – zum Beispiel auf dem Rheintaler Binnenkanal. Von Montlingen aus warten 12,2 Kilometer entspannte Fahrt durch seichtes Wasser, 22 Brücken und mit dem Naturschutzgebiet Bannriet ein wahres Pflanzenparadies.
Immer wieder zu sehen sind der Alpstein und das österreichische Bregenzerwaldgebirge. Wo heute der Rheintaler Binnenkanal durchführt, war einst Moorland. 1906 wurde er fertiggestellt und nimmt seit da die Seitenbäche des St. Galler Rheintals auf und leitet sie parallel zum Alpenrhein in den Bodensee ab.
Unterwegs ist ein Anlegen möglich. Beim Tratthof in Balgach findet sich eine öffentliche Feuerstelle mit Tischen und Bänken.
Zentralschweiz: Entdeckungen mit kleinen Seilbahnen
Wer den Herbst in den Zentralschweizer Bergen abseits der bekannten Routen erleben möchte, findet auf der neuen Plattform obsi-nidsi.ch zahlreiche Inspirationen.
Die Website mit interaktiver Karte bündelt Wander-, Spazier- und Biketouren sowie Einkehrmöglichkeiten in den Kantonen Uri, Obwalden und Nidwalden, die sich mit einer oder mehreren Fahrten in einer der über 60 Kleinseilbahnen kombinieren lassen. Einige Wanderungen verbinden gar drei oder mehr Kleinseilbahnen.

Wie etwa der Höhenweg Schächental am Klausenpass, einer der schönsten Passlandschaften der Schweiz. Oder ganz gemütlich geht es von Seilbahn zu Seilbahn zwischen Grafenort und Dallenwil im Engelbergertal.
















