Ukrainische Waisenkinder flüchteten vor dem Krieg. Die Schweiz will helfen und sie aufnehmen, sucht aber nach einer passenden Unterkunft.
Ukraine-Konflikt, Waisenkinder
Viele der geflüchteten Kinder haben Traumata. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • 130 ukrainische Waisenkinder flüchteten vor dem Ukraine-Krieg nach Polen.
  • Aufgrund von Platzmangel können sie sich nicht langfristig in Polen aufhalten.
  • Die Schweiz wird die Waisenkinder aufnehmen, sucht aber noch nach einer Unterkunft.

Rund 130 ukrainische Waisenkinder machten sich nach Beginn der russischen Invasion in der Ukraine auf die Flucht. Die Kinder lebten vor dem Krieg in verschiedenen Unterkünften der Stiftung Ridni in der ukrainischen Stadt Lwiw.

Die westukrainische Stadt wurde immer wieder von Fliegeralarm bedroht. Die Betreuer der Kinder beschlossen die Flucht nach Polen. «Kein Kind sollte den Krieg sehen», sagt die Direktorin der Stiftung, Mariana Romaniak gegenüber der «SonntagsZeitung».

Die Kinder wären für die kommenden zwei Wochen in Polen in Sicherheit. Auf Dauer können sie jedoch nicht in Polen bleiben, es besteht ein Platzmangel.

Suche nach passender Unterkunft in der Schweiz

Die Schweiz sicherte den Betroffenen Hilfe zu und sei bereit, die Waisenkinder und deren Betreuer aufzunehmen. Dies bestätigt Mediensprecher des Staatssekretariats für Migration, Daniel Bach, gegenüber der Zeitung.

Laut Miriam Behrens, Direktorin der Schweizer Flüchtlingshilfe, sei die Aufnahme eine Herausforderung. Gegenüber der Zeitung sagte sie: «Wir suchen für die Kinder ein leeres Hotel, ein Lagerhaus, irgendein grosses Haus, wo wir alle zusammen unterbringen können.» An oberster Stelle stehe, dass die Waisenkinder zusammenbleiben können, um nicht erneut traumatisiert werden zu müssen.

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