Bundesanwaltschaft ermittelt wegen Terrorverdachts im Tessin
Die Bundesanwaltschaft hat Ermittlungen wegen Terrorverdachts gegen eine Frau im Tessin aufgenommen. Die Frau betrat am Freitag in Bellinzona ein Mobiltelefon-Geschäft und bedrohte die Angestellten mit einem Messer.

Die Bundesanwaltschaft (BA) bestätigte der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, das gegen die betreffende Person von der Tessiner Staatsanwaltschaft eröffnete Strafverfahren übernommen zu haben.
Gemäss ärztlichem Befund sei die beschuldigte Person weder vernehmungs- noch hafterstehungsfähig, erklärte die BA weiter. Sie sei zwangsweise in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen worden. Die Bundesanwaltschaft habe beim zuständigen Zwangsmassnahmengericht vorsorglich Untersuchungshaft beantragt für den Fall, dass sich der Zustand der beschuldigten Person ändern sollte.
Im Vordergrund der weiteren Ermittlungen stehe die Klärung der Frage, ob hinter der in Bellinzona verübten Tat ein terroristisches Motiv steht. Die Ermittlungen würden durch die Bundeskriminalpolizei (BKP) im Auftrag der Bundesanwaltschaft durchgeführt, hiess es bei der Medienstelle der BA weiter.
Laut mehreren Tessiner Medienberichten soll die Frau im betreffenden Mobiltelefon-Geschäft das Personal mit dem Tod bedroht und mehrfach „Allah Akbar“ (auf Deutsch etwa: «Gott ist gross») gerufen haben.














