FIFA: Gianni Infantino will Russland-Sperre aufheben
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert mittlerweile vier Jahre, ein Ende ist nicht in Sicht. Bei der FIFA will man nun das Knie vor Putin beugen.

Das Wichtigste in Kürze
- FIFA-Präsident Gianni Infantino möchte Russland wieder im Weltfussball integrieren.
- Wegen der andauernden Invasion der Ukraine ist Russland seit 2022 gesperrt.
- Die Sperre habe «nichts gebracht», so Infantino – trotz klarer wirtschaftlicher Folgen.
FIFA-Präsident Gianni Infantino will die Sperre des russischen Fussball-Verbands trotz Fortdauer des Angriffskrieges in der Ukraine fortsetzen. Gegenüber «Sky Sport» macht sich der Schweizer für eine Wiedereingliederung Russlands in den Weltfussball stark.
«Ich bin immer gegen Ausschlüsse», so der 55-Jährige, der seit 2019 Träger des russischen «Ordens der Freundschaft» ist. Die Sperre gegen den russischen Verband müsse «auf jeden Fall» aufgehoben werden. «Dieser Ausschluss hat nichts gebracht, er hat nur mehr Frust und Hass geschaffen.»

Tatsächlich hatte der Ausschluss – insbesondere auf UEFA-Seite – messbare wirtschaftliche Folgen. Selbst russische Medien mussten für den russischen Fussball Verluste im hohen zweistelligen Millionenbereich anerkennen. Auch die Einnahmen der russischen «Premjer-Liga» gingen laut der Kreml-Agentur TASS um mehr als 6,5 Prozent zurück.
Passt die FIFA ihre Statuten an?
Infantino will sogar noch weitergehen und die Statuten der FIFA entsprechend anpassen. In Zukunft soll kein Land mehr von der Teilnahme an internationalen Wettbewerben ausgeschlossen werden können.

«Wir sollten eigentlich niemals ein Land wegen der Handlungen seiner politischen Führer vom Fussball ausschliessen», fordert Infantino. «Irgendjemand muss die Verbindungen aufrecht erhalten.»
Russische Invasion dauert an
Seit mittlerweile fast vier Jahren führt Russland einen erbarmungslosen Krieg gegen die Ukraine. Eine halbe Million ukrainische Soldaten ist seit Februar 2022 gefallen. Hinzu kommen mehr als 50'000 zivile Opfer.

Die Schäden an der ukrainischen Infrastruktur – insbesondere Energie und Wärme – sind enorm. Ein Ende des Krieges ist nicht in Sicht. Auch die von US-Präsident Donald Trump gross angekündigte Waffenruhe in den letzten Tagen hielt nicht.












