Die grössten Städte in der Schweiz haben im Kulturbereich eine wichtige Zentrumsfunktion. Sie fördern die Kultur finanziell stärker als Gemeinde und Kantone.
Moderne und Tradition: 800 Personen beteiligen sich in historischen Kostümen am Umzug durch die Stadt Genf. (Archivbild)
Moderne und Tradition: 800 Personen beteiligen sich in historischen Kostümen am Umzug durch die Stadt Genf. (Archivbild) - sda - Keystone/SALVATORE DI NOLFI

Das Wichtigste in Kürze

  • Die grossen Schweizer Städte fördern Kultur stärker als Kantone oder Gemeinden.
  • Das BFS hat erstmals Zahlen zu der Kulturförderung erhoben.
  • Ganz oben steht Genf: Die Stadt gibt im Schnitt pro Kopf 1537 Franken für Kultur aus.

Was längst zu vermuten war, belegen nun auch die Ausgaben der zehn grössten Städte für die Kultur. Das Bundesamt für Statistik (BFS) wies diese Zahlen am Montag erstmals aus. Demnach gaben laut den Zahlen von 2019 die Schweizer Städte pro Kopf deutlich mehr für Kultur aus als die Kantone oder die Gemeinden.

Städte investieren knapp eine Milliarde

Genf nahm unter den zehn grössten Städten die Spitzenposition ein - bei den Ausgaben insgesamt (knapp 312 Millionen Franken) wie auch pro Kopf mit 1537 Franken.

Auf dem zweiten Platz lag bei den Gesamtausgaben Zürich mit 219 Millionen Franken, gefolgt von Basel mit 193 Millionen Franken. Bei den pro-Kopf-Ausgaben war die Reihenfolge umgekehrt: Dort lag Basel mit 1115 Franken auf Platz Zwei, vor Zürich (525 Franken) und Lausanne (566 Franken).

Zusammengenommen gaben die Städte knapp eine Milliarde für die Kultur aus. Das entsprach rund einem Drittel aller Kulturausgaben der öffentlichen Hand. Bund, Kantone und Gemeinden wendeten 2019 gut drei Milliarden Franken auf. Das entsprach einer Zunahme von 75 Millionen Franken im Vergleich zum Vorjahr. Auch pro Einwohner stiegen die Ausgaben für Kultur: auf 352 Franken im Jahr 2019 von 346 Franken im Jahr zuvor.

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