Klage

    Uni Genf reicht nach Tortenattacke auf Nationalrätin Klage ein

    Keystone-SDA
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    Genève,

    Ende Dezember wurde SVP-Nationalrätin Céline Amaudruz mit einer Torte attackiert. Jetzt hat die Uni Genf Klage eingereicht.

    War Ziel einer missglückten Tortenattacke durch Chaoten an der Universität Genf: Nationalrätin und SVP-Vizepräsidentin Céline Amaudruz. (Archivbild)
    War Ziel einer missglückten Tortenattacke durch Chaoten an der Universität Genf: Nationalrätin und SVP-Vizepräsidentin Céline Amaudruz. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die SVP-Nationalrätin Céline Amaudruz wurde im Dezember mit einer Torte attackiert.
    • Nun hat die Genfer Universität Klage gegen die Täter eingereicht.

    Die Universität Genf hat nach einer Tortenattacke auf SVP-Nationalrätin Céline Amaudruz von Ende Dezember Strafanzeige eingereicht. Dies teilte die Uni am Mittwoch mit. Die Anzeige lautete demnach auf Hausfriedensbruch und richtete sich gegen die vermummten Angreifer.

    Studierende der Uni, die zu den Unruhestiftern zählten, würden ausserdem vor den Disziplinarausschuss gebracht und müssten mit Verwaltungsstrafen rechnen. Das hiess es in der Mitteilung der Uni.

    Amaudruz war an einer Veranstaltung des Genfer Debattierclubs in den Räumen der Uni von rund zehn vermummten Personen angegriffen worden. Diese versuchten, die Vizepräsidentin der SVP mit einer Torte und einer übelriechenden Flüssigkeit zu bewerfen.

    Torten-Flüssigkeit spritzte ins Publikum

    Die Torte konnte den Angreifern aus den Händen genommen werden, die Flüssigkeit spritzte ins Publikum. Die Genfer Politikerin sprach danach von einer «beunruhigenden Situation» und erstattete Anzeige.

    Das Rektorat verurteilte die Tat. Die Geschehnisse stellten «eine direkte Bedrohung für die Meinungsfreiheit» und eine Behinderung für das demokratische Funktionieren der Gesellschaft dar. Laut Uni war es der dritte Vorfall seit Frühjahr 2022, bei dem eine Uni-Veranstaltung wegen Demonstrierenden unterbrochen wurde. Nun sei eine rote Linie überschritten worden.

    Die Studierendenorganisation Cuae erklärte in einer Mitteilung, dass sie die Aktion weder organisiert habe noch sich zu ihr bekenne. Sie unterstütze jedoch politische Proteste innerhalb der Universität. Die Tortenattacke habe symbolischen Charakter gehabt. Zudem stellte sich die Organisation gegen die «rechtsextremen» Ideen der SVP.

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