Foodwatch reicht Klage gegen Unbekannt ein - Nestlé im Visier
Die Nichtregierungsorganisation Foodwatch hat am Donnerstag in Paris eine Klage gegen Unbekannt eingereicht. Diese steht im Zusammenhang mit dem Rückruf von Säuglingsmilch der Schweizer Konzerne Nestlé und Hochdorf sowie der französischen Unternehmen Danone, Lactalis und Vitagermine.

Die NGO schliesst sich acht Familien mit neun erkrankten Kindern aus Frankreich an, wie der Foodwatch-Anwalt François Lafforgue während einer Pressekonferenz erklärte. Er fordert Ermittlungen gegen die Unternehmen, die an dem kürzlich eingeleiteten Rückruf von Säuglingsmilch beteiligt sind. In einigen Chargen wurde Cereulid, ein durch Bakterien verursachtes Toxin, nachgewiesen.
«Wir haben es mit Wiederholungstätern zu tun», erklärte Karine Jacquemart, Geschäftsführerin von Foodwatch Frankreich. «Es ist bereits das dritte Mal, dass wir Klage gegen Nestlé einreichen». Die Nichtregierungsorganisation klagte bereits wegen kontaminierter Buitoni-Pizzen und illegal gefiltertem Wasser.
Foodwatch wirft den Konzernen insgesamt acht Rechtsverstösse vor, darunter das Inverkehrbringen gesundheitsschädlicher Produkte. Gemäss der NGO sei die Klage sehr umfangreich, da es sich um sehr schwere Straftaten handle.
Am Mittwoch hatte das Verwaltungsgericht Paris eine Klage einer Vereinigung zum Schutz von Kindern abgewiesen. Die Vereinigung wirft dem französischen Staat «grobfahrlässiges Verhalten» im Umgang mit dem Säuglingsmilch-Rückruf vor.














