Karin Keller-Sutter

    Trump überzeugt? Keller-Sutter: «Reine Spekulation»

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA, Nicola Wittwer

    Bern,

    Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter äussert sich zu ihrem Gespräch mit Donald Trump. Hat sie ihn zu dessen überraschender Wende in der Zollpolitik gebracht?

    Keller-Sutter
    Bundesrätin Karin Keller-Sutter verteidigt einmal mehr die zur Diskussion stehenden Kapitalmassnahmen für die UBS. (Archivbild) - AP Photo

    Das Wichtigste in Kürze

    • Laut einer US-Zeitung ist Trumps Zoll-Pause auch Karin Keller-Sutter zu verdanken.
    • Die Bundespräsidentin hält das aber für «reine Spekulation».
    • Die Finanzministerin geht eher von einer Kombination diverser Faktoren aus.

    Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter weiss nicht, ob ihr Gespräch mit US-Präsident Donald Trump einen Einfluss auf seine 180-Grad-Wende in der Zollpolitik gehabt hat. «Ich halte das für reine Spekulation», sagte sie in einem Interview.

    Keller-Sutter führte am vergangenen Mittwoch ein 25-minütiges Gespräch mit Donald Trump. Wenige Stunden später vollzog der US-Präsident eine Wende bei den Zöllen und kündigte an, dass die Strafzuschläge für alle Länder – ausser China – für 90 Tage eingefroren werden.

    Donald Trump
    Donald Trumps Zollpolitik ist ein Hin und Her. - keystone

    «Ich weiss nicht, ob ich es war, die ihn überzeugt hat. Vielleicht war es eine Kombination von Faktoren, einschliesslich meines Telefonats», sagte die 61-Jährige am Samstag in einem Interview mit der italienischen Tageszeitung «La Repubblica».

    Zuvor wurde ihr von der US-Zeitung «Washington Post» eine tragende Rolle beim Trumps Zoll-Stopp zugeschrieben.

    Keller-Sutters Besorgnis um Schweizer Industrie

    Sie habe gegenüber Trump ihre Besorgnis um die Schweizer Industrie ausgedrückt, die von Zöllen in Höhe von 31 Prozent bedroht sei, insbesondere «die Uhrenindustrie».

    «Es war ein freundliches und ausgewogenes Gespräch. Ich hatte die Gelegenheit, dem US-Präsidenten die Lage der Schweizer Wirtschaft zu erklären. Ich habe ihn daran erinnert, dass wir ein Land sind, das viel exportiert, aber nur neun Millionen Einwohner hat.

    Bereitet dir die Unsicherheit wegen der Zölle Sorgen?

    Sie habe auch darauf hingewiesen, dass die Schweiz ein sehr wichtiger Direktinvestor in den USA sei, sagte Keller-Sutter.

    Die Rolle der Schweiz als Investor

    Sie habe noch einmal klargestellt, dass die Schweizer Unternehmen bereit seien und vorhätten, in den kommenden Jahren viel zu investieren. Aber sie brauchten eine gewisse Sicherheit, ein Signal, und könnten nicht mit hohen Zöllen bestraft werden.

    «Wenn ich ihn wirklich überzeugt hätte, würde ich ihn jeden Tag anrufen. Aber ich halte das für reine Spekulation», so die St. Galler Bundesrätin.

    Kommentare

    User #2533 (nicht angemeldet)

    Wie auch immer wir sind ein Kleinstaat. Links/grün meint wir hätten da eine grosse Stimme auf der Weltbühne. Das einzige was daran gross ist, ist die Klappe von Wermuth und Co.

    User #1529 (nicht angemeldet)

    Als ob ein Bundeslandei, einen Präsidenten wie Donald Trump, zu irgend etwas bewegen könnte! Ihr seid akzeptiert, mehr nicht, und was Doni macht, ist weit ausserhalb eurer Berechtigungszone! Bildet euch nur nicht mehr ein als ihr es ohnehin schon tut! Die Bundesvertreter der Schweiz sind für einen Donald Trump nur Provinzvertreter, mehr nicht! Habt es wahr oder auch nicht, aber lebt damit.

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