Vor einigen Tagen wurde ein Strafverfahren gegen einen Tessiner Kantonsangestellten eröffnet. Die Regierung hat den Mann nun mit sofortiger Wirkung entlassen.
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Die Tessiner Staatsräte Christian Vitta, Norman Gobbi und Raffaele De Rosa, von links, bei der Ankunft zu einer Pressekonferenz. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Gegen einen Tessiner Kantonsangestellten wurde ein Strafverfahren eröffnet.
  • Ihm wird unter anderem passive Bestechung und Amtsmissbrauch vorgeworfen.
  • Die Tessiner Regierung hat den Mann nun mit sofortiger Wirkung entlassen.

Die Tessiner Regierung hat den Kantonsangestellten, gegen den vor einigen Tagen ein Strafverfahren eröffnet wurde, mit sofortiger Wirkung entlassen. Dies teilte die Regierung am Mittwochmorgen mit.

Dem Angestellten der Sektion Verkehr werden passive Bestechung, Amtsmissbrauch, Veruntreuung sowie unrechtmässige Beschaffung von Daten und Geldwäscherei vorgeworfen. Der Mann war letzte Woche suspendiert worden.

Ermittler bekamen Hinweis aus der Verkehrsabteilung

Auslöser für die Ermittlungen sei ein Hinweis der Verkehrsabteilung gewesen, teilte die Tessiner Staatsanwaltschaft mit. Demnach sind zwischen Ende Dezember 2020 und Ende Mai 2021 diverse Unregelmässigkeiten bei der Übertragung bestimmter Nummernschilder aufgetreten.

Neben dem 34-jährigen ehemaligen Mitarbeiter der Sektion Verkehr steht ein weiterer Mann im Fokus der Strafuntersuchung. Gemäss Communiqué der Staatsanwaltschaft wird einem 48-Jährigen in der Region Lugano wohnhaften Mann aktive Bestechung, Geldwäscherei und Hehlerei vorgeworfen.

Die Tessiner Regierung hatte den ehemaligen Mitarbeiter der Sektion Verkehr am vergangenen Donnerstag vom Dienst suspendiert. Ausserdem hatte sie eine Disziplinaruntersuchung gegen ihn eingeleitet.

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