Schweizer Studierende wurden zu Nachhaltigkeit an ihren Institutionen befragt. Die Mehrheit findet, dass noch mehr getan werden kann.
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Forscher der Universität Bern und Rockefeller University In New York haben ein nicht-ansteckendes Modell von SARS-CoV-2 entwickelt. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Studierende wünschen sich mehr Nachhaltigkeit in allen Bereichen ihrer Hochschulen.
  • Laut einer Studie ist Nachhaltigkeit an Fachhochschulen ein grösseres Thema als an Unis.
  • WWF stuft in einem Nachhaltigkeitsrating keine Schweizer Hochschule als Vorreiterin ein.

Studierende wünschen sich, dass sich ihre Hochschule in der Lehre, in der Forschung und dem Campus stärker für Nachhaltigkeit engagieren. Das geht aus einer vom Bundesamt für Umwelt (Bafu) in Auftrag gegebenen Umfrage hervor.

Zwar finden zwischen 50 und 60 Prozent der Befragten, dass sich ihre Hochschule im Bereich Nachhaltigkeit bereits stark engagiere.

Hochschulen sollen sich stärker mit Nachhaltigkeit auseinandersetzen

Trotzdem gab ein Grossteil an, dass es noch mehr sein dürfte: 69 Prozent wünschen sich, dass sich ihre Hochschule in der Lehre stärker mit der nachhaltigen Entwicklung auseinandersetzt.

Gemäss den Rückmeldungen der Studierenden spielt Nachhaltigkeit an Fachhochschulen eine stärkere Rolle als an universitären und pädagogischen Hochschulen.

Die Studienergebnisse würden die Forderungen des Schweizer Verbands Studentischer Organisationen für Nachhaltigkeit (VSN) untermauern. Dies teilt die Organisationen in einer Mitteilung vom Donnerstag mit.

Lerninhalte könnten stärker mit nachhaltiger Entwicklung verknüpft werden

Nur rund ein Fünftel der Befragten der Ansicht, dass die Mehrheit ihrer Dozierenden die Lerninhalte mit nachhaltiger Entwicklung verknüpften. Gemäss den Studienautorinnen kommt Hochschulen eine wichtige Rolle bezüglich Nachhaltigkeit zu. Denn dort würden die zukünftigen Forschenden und Führungskräfte ausgebildet, die zur nachhaltigen Entwicklung beitragen.

An der Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Link durchführte, nahmen 485 Schweizer Studierende teil. Die meisten von ihnen studierten oder doktorierten zum Zeitpunkt der Befragung.

Erst kürzlich publizierte der WWF ein Nachhaltigkeitsrating der Schweizer Hochschulen. Demnach konnte sich keine der 28 bewerteten Institutionen als «Vorreiterin» profilieren. Am besten schnitt die ETH Zürich ab, dahinter folgten die Universitäten Lausanne und Bern.

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