Studie

    GDI-Studie weist Druck nach Wohlbefinden als Stressfaktor aus

    Keystone-SDA
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    Planet Erde,

    Junge Menschen stehen unter Druck, schön, gesund und leistungsfähig zu sein. Dies hat eine repräsentative Umfrage des Gottlieb Duttweiler Instituts im DACH-Raum ergeben, die am Mittwoch veröffentlicht wurde.

    Das Spritzen von Botox ist nicht mehr nur Frauensache. (Symbolbild)
    Das Spritzen von Botox ist nicht mehr nur Frauensache. (Symbolbild) - KEYSTONE/AP/Jacquelyn Martin

    Viele Menschen seien gestresst und stünden unter Leistungsdruck, heisst es darin. Entsprechend wachse das Bedürfnis nach Wohlbefinden und Selbstoptimierung. Das Gottlieb Duttweiler Institut spricht von einer «Feelgood Revolution» – so auch der Titel der Studie.

    Die Mehrheit der Befragten in DACH-Raum (Deutschland, Österreich und deutschsprachige Schweiz), nämlich 54 Prozent, empfindet gemäss Communiqué den gesellschaftlichen Druck, «gut» auszusehen, als zu hoch. Dazu komme unter anderem der Zeitstress und der gefühlte Schlafmangel, unter dem insbesondere junge Menschen im Alter von bis zu 24 Jahren leiden würden. Nur gerade 12 Prozent unter ihnen hätten angegeben, selten gestresst zu sein.

    Die Studie kommt zum Schluss, dass als Stress-Ausgleich «Wellness zu einer Art Reparaturwerkstatt für das erschöpfte und angeschlagene Subjekt» geworden sei. Gleichzeitig werde der Druck nach Wohlbefinden selber zum Stressfaktor, was in der Studie als «Wellness-Paradox» bezeichnet wird.

    Die Befragung habe aufgezeigt, dass Frauen beim Aussehen, bei der körperlichen Leistungsfähigkeit und der gesunden Ernährung deutlich stärker unter Druck stünden als Männer. Frauen seien auch weniger zufrieden mit ihrem Aussehen.

    Dass heisst aber nicht, dass Männer allgemein mit ihrer Erscheinung zufrieden sind. 24 Prozent von ihnen seien offen für eine Schönheitsoperation (bei Gesicht, Nase, Haaren und Bauch). Aber auch hier sind Frauen mit 36 Prozent in der Mehrzahl (bei Brust und Gesicht). Bei der Nutzung von Botox hätten die Männer mit einer Quote von 8 Prozent die Frauen (6 Prozent) aber überholt.

    Die starke Zuwendung zu Wellness zeigt sich gemäss der Studie am weltweiten Markt. 2024 habe die Wellness-Ökonomie einen Marktwert von 6,8 Billionen Dollar erreicht, verbunden mit weiteren Wachstumsprognosen. Dies sei ein Markt, der grösser sei als IT, Sport oder Tourismus.

    Für die DACH-Studie wurden im Dezember des vergangenen Jahres 3031 Menschen im Alter von 16 bis 75 Jahren befragt.

    Kommentare

    User #5443 (nicht angemeldet)

    Dank Eingriffe hässlicher zu Wirken, scheint aber nirgends ein Thema zu sein.

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