Skiferien in der Schweiz sind trotz starkem Franken beliebt
Der Franken ist im Vergleich mit dem Euro und dem Dollar auf einem Allzeithoch. Das hält ausländische Touristen jedoch nicht vom Skifahren in der Schweiz ab.

Das Wichtigste in Kürze
- Ausländische Touristen stören sich scheinbar nicht gross am historisch starken Franken.
- Noch nie war die Schweizer Währung im Vergleich mit dem Euro und dem Dollar stärker.
- Ferien in der Schweiz sind ohnehin ein Luxusgut, der Wechselkurs ändert daran nicht viel.
Der Schweizer Franken ist aktuell stärker denn je: Im Vergleich mit dem Euro (0,91 Franken) und dem Dollar (0,77 Franken) wird die Schweizer Währung aktuell sehr hoch gehandelt.
Für ausländische Touristen werden Ferien in der Schweiz dadurch noch teurer als ohnehin schon. Führt der starke Schweizer Franken also zu schwächerem Tourismus?
Nein: Trotz steigender Preise bleibt der Skitourismus im grenzüberschreitenden Skigebiet Portes-du-Soleil laut «24 heures» weiterhin robust.
Obwohl der starke Wechselkurs den Aufenthalt in der Schweiz deutlich verteuert, lassen sich viele Wintersportler davon nicht abhalten.
Portes-du-Soleil umfasst zwölf Stationen in Frankreich und der Schweiz. Das Skigebiet richtet seine Preise nicht strikt nach dem Wechselkurs, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Die Westschweizer Zeitung sprach mit Touristen vor Ort. Viele nutzen den schwachen Euro und gehen auf der französischen Seite des Skigebiets essen.
Grundsätzlich ist dies laut Cheyen Braize, dem Betreiber eines Restaurants im Dorf Haute-Savoie, nichts Neues: «Ich denke, Schweizer und ausländische Kunden sind es gewohnt, nach Frankreich zu kommen, einfach weil es günstiger ist.»
Skiferien in der Schweiz sind ohnehin Luxus
Der Wechselkurs spiele laut Véronique Kanel, Sprecherin von Switzerland Tourism, kaum eine Rolle. «Der starke Franken ist meist in die Planung und die Budgets der Reisenden integriert», sagt sie der Zeitung.
Im Wintersport zeichnet sich die Schweiz durch die hohe Qualität ihrer Dienstleistungen aus. Dazu gehört die Vielfalt des Wintersportangebots in den Resorts, die Authentizität der Dörfer und die Schneegarantie.
Wer für die Winterferien in die Schweiz reist, kann es sich also sowieso leisten – Starker Franken hin oder her.
Dennoch verzeichneten Walliser Hotels in den letzten fünf Jahren einen Rückgang von 20 Prozent bei ausländischen Touristen. Laut Lara Berra, Co-Präsidentin des Hotelverbands Wallis, ist dafür auch der schwache Euro verantwortlich: «Skifahren bleibt ein luxuriöses Konsumgut», fasst sie zusammen.





















