Airbus senkt Produktionsziele wegen Triebwerksmangel
Fehlende Triebwerke bremsen den Flugzeugbauer Airbus aus und zwingen den Konzern, seine Produktionspläne anzupassen.

Airbus steht weiterhin stark unter Druck, weil wichtige Bauteile und Komponenten nicht rechtzeitig von Zulieferern geliefert werden können. Besonders betroffen ist die Produktion der stark nachgefragten Mittelstreckenflugzeuge der A320-Familie für zahlreiche internationale Fluggesellschaften.
Der Hersteller hatte ursprünglich deutlich höhere Auslieferungszahlen für das laufende Jahr eingeplant und kommuniziert. Lieferengpässe bei modernen Triebwerken machen diese ehrgeizigen Planungen nun jedoch erheblich schwieriger umzusetzen als erwartet.
Vor allem Probleme beim US-Zulieferer Pratt & Whitney verzögern die Fertigung vieler bereits bestellter Flugzeuge spürbar. «Handelsblatt» berichtet, dass Airbus deshalb seine Produktionsziele vorsichtiger formulieren und anpassen musste als ursprünglich geplant.
Airbus kritisiert Triebwerkshersteller
Airbus äusserte ungewöhnlich deutlich Kritik an seinem wichtigen Zulieferer wegen der fehlenden und verspäteten Triebwerkslieferungen. Die Verzögerungen beeinträchtigen nicht nur die laufende Produktion, sondern auch die termingerechte Auslieferung fertiger Maschinen an Kunden.
Trotz weiterhin hoher Nachfrage kann der Konzern aktuell nicht so viele Flugzeuge produzieren und ausliefern wie geplant. Fluggesellschaften müssen dadurch teilweise deutlich länger auf ihre bestellten und dringend benötigten Maschinen warten.
Die Situation sorgt für erhebliche Unsicherheit in der gesamten globalen Lieferkette der zivilen Luftfahrtindustrie. «Onvista» zufolge rechnet Airbus deshalb mit weniger Auslieferungen im Jahr als von Analysten zuvor prognostiziert worden war.
Nachfrage bleibt dennoch hoch
Die Nachfrage nach neuen, treibstoffeffizienten Flugzeugen mit geringerem Verbrauch ist weltweit weiterhin sehr gross. Viele Airlines modernisieren ihre Flotten, um Betriebskosten zu senken und strengere Umweltauflagen besser erfüllen zu können.

Airbus verfügt daher über ein enormes Auftragsbuch mit Bestellungen für viele Jahre im Voraus. Die Produktion kann mit der starken Nachfrage derzeit jedoch nicht Schritt halten und bleibt hinter Erwartungen zurück.
Auch an den internationalen Börsen wird diese Entwicklung von Investoren sehr aufmerksam verfolgt. «Wallstreet-Online» berichtet, dass die anhaltenden Lieferprobleme die Erwartungen vieler Anleger an zukünftiges Wachstum belasten könnten.
















