Spenden

    Schweizer Schüler ermöglichen Minenräumung in der Ukraine

    Keystone-SDA
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    Tavannes,

    Ein Fundraising-Projekt von Berner Schulen und der Stiftung Digger finanziert eine Minenräummaschine für die Ukraine.

    Die Maschine kann zwischen 300 und 1800 Quadratmeter pro Stunde entminen. (Archivbild)
    Die Maschine kann zwischen 300 und 1800 Quadratmeter pro Stunde entminen. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

    Ein Jahr nach dem Start geht das Fundraising-Projekt der Stiftung für Minenräumung Digger mit Schulen aus dem Berner Jura und Biel erfolgreich zu Ende: Eine Minenräummaschine kann nun von Tavannes BE in die Ukraine geschickt werden.

    Die gemeinnützige Stiftung Digger würdigte am Samstag das Engagement von mehreren hundert Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern, die am Projekt «Schulen vereint zur Minenräumung in der Ukraine» teilgenommen hatten.

    Die Schulen hatten Spendenaktionen organisiert und die Bevölkerung auf eine Crowdfunding-Plattform hingewiesen.

    660'000 Franken zusammengekommen

    Ein privater Spender stockte die von der Schülerschaft so gesammelten 60'000 Franken um weitere 500'000 Franken auf. Die Stiftung Digger beteiligte sich ihrerseits mit 100'000 Franken. So kamen insgesamt 660'000 Franken zusammen.

    «Das entspricht dem Schwellenwert, ab dem wir diese Maschine liefern können», sagte der Direktor und Gründer der Stiftung Digger, Frédéric Guerne, ohne dabei einen Hehl aus seiner Begeisterung darüber zu machen, dass junge Menschen am Projekt mitwirkten.

    Diese Maschine werde nun «im Namen der Jugend unserer Region» in die Ukraine geliefert. Was anfangs wie eine Utopie erschienen sei, könne nun verwirklicht werden. Digger hat bereits zwei Maschinen in die Ukraine geliefert, das aktuell am stärksten verminte Kriegsland der Welt.

    Technik aus Tavannes

    Der Digger D-250 wurde in Tavannes entwickelt und gebaut und ist eine Raupenmaschine, die aus einer Kombination von Traktor und Panzer entstanden ist. Die zwölf Tonnen schwere gepanzerte Maschine ist an der Vorderseite mit einer Minenräumfräse ausgestattet, die die Vegetation entfernt.

    Dieses System ermöglicht es, den Boden mit hoher Geschwindigkeit zu pflügen und Antipersonen- oder Panzerabwehrminen zu zerstören, indem sie zermalmt oder zur Detonation gebracht werden. Die Digger D-250 werden ferngesteuert, sodass ihre Fahrer sich in sicherer Entfernung aufhalten können.

    Kommentare

    User #4714 (nicht angemeldet)

    Erst wurden die Minien vom Steuerzahler bezahlt und jetzt müssen die mit "Spendengeldern" wieder weg geräumt werden. Der Wahnsinn der Politiker kennt keine Grenzen.

    User #4714 (nicht angemeldet)

    Totaler Quatsch! Für das Geld hätten sie 5 Stück in China kaufen können. Wer weiß, wer sich da wieder die Taschen voll gemacht hat?

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