Die Corona-Massnahmen sorgen beim Schulleiter-Verband für Kopfschütteln. Er fordert mehr Einheitlichkeit.
Schule
Wie ausreichend sind die Schutzmassnahmen an den Schulen? - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Corona-Massnahmen an Schulen sind in der Schweiz kantonal geregelt.
  • Nun fordert der Schulleiter-Verband der Schweiz landesweit einheitliche Regeln.

Der Verband der Schulleiterinnen und Schulleiter der Schweiz (VSLCH) wünscht sich vom Bundesrat landesweit einheitliche Regeln hinsichtlich des Maskentragens an Schulen. Dies würde auch die Diskussionen zwischen Lehrpersonen und Eltern erleichtern.

Heute müssten in einigen Kantonen bereits Erstklässler eine Maske tragen, andernorts nicht, sagte Thomas Minder, Präsident des VSLCH, am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

fernunterricht lehrerverband
Eine Schülerin hebt zum Trinken die Maske an. (Symbolbild) - dpa

Gerade diese Uneinheitlichkeit treibe Eltern teilweise auf die Barrikaden.

Im Schulalltag sei es für Lehrerinnen und Lehrer «extrem schwierig», wenn einigen Kindern zu Hause gesagt werde, sie sollten keine Maske tragen.

Kinder ohne Maske können nicht nach Hause geschickt werden

In der gleichen Klasse habe man dann Kinder mit und ohne Maske, so Minder. Die Schulen könnten Kinder nicht einfach nach Hause schicken, um die Schutzmassnahmen umzusetzen. Denn diese hätten ein Recht auf Bildung.

Die Meinungsverschiedenheiten zur Coronapolitik zeigen sich gemäss Minder in den Lehrerkollegien ebenso wie im Rest der Gesellschaft. Komme es zu einer Spaltung, sei dies sehr bedauerlich. Schliesslich ginge es eigentlich darum, gemeinsam für die Bildung einzustehen.

Mehr zum Thema:

Thomas Minder Bundesrat Coronavirus