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    Neues AKW: Avenir Suisse rechnet mit «nur» 10 bis 15 Milliarden

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Der Think-Tank schätzt ein neues AKW auf 10 bis 15 Milliarden Franken. Die Akademien der Wissenschaften kamen zuvor auf 14 bis 43 Milliarden.

    AKW Gösgen
    Für ein Werk in Gösgen-Grösse nennt Avenir Suisse 10 bis 15 Milliarden Franken. Voraussetzung sei ein erprobter Reaktortyp. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Avenir Suisse schätzt die Kosten eines neuen AKW auf 10 bis 15 Milliarden Franken.
    • Die Akademien der Wissenschaften rechnen dagegen mit 14 bis 43 Milliarden Franken.
    • Laut Avenir Suisse würde Atomstrom rund 172 Franken pro Megawattstunde kosten.

    Die Kosten für ein neues Atomkraftwerk in der Schweiz bleiben umstritten.

    Im August hatten die Akademien der Wissenschaften Schweiz Baukosten von 14 bis 43 Milliarden Franken veranschlagt. Nun legt auch der Think-Tank Avenir Suisse eine Schätzung vor: Für ein Kraftwerk in der Grösse des AKW Gösgen rechnet er mit 10 bis 15 Milliarden Franken.

    Avenir Suisse setzt auf erprobte Reaktortechnik

    Diese Kosten seien unter der Voraussetzung realistisch, dass ein erprobter, fertig geplanter Reaktortyp zum Einsatz komme. Zudem müsse aus den Verzögerungen und Kostenüberschreitungen jüngerer Bauprojekte gelernt werden.

    Das schreibt Avenir Suisse in einer am Dienstag veröffentlichten Analyse. Im Grundszenario koste der Strom aus einem solchen Kraftwerk rund 172 Franken pro Megawattstunde.

    Die Akademien der Wissenschaften Schweiz waren in ihrem Bericht auf eine Kostenspanne von 14 bis 43 Milliarden Franken gekommen.

    Sie berücksichtigten zwei Reaktormodelle unterschiedlicher Grösse sowie optimistische und weniger optimistische Bauverläufe. Bei jüngeren Projekten in Europa und den USA hätten sich Kosten und Bauzeiten teilweise verdoppelt oder mehr als verdreifacht.

    Think-Tank vergleicht Atomstrom mit Solarenergie

    Avenir Suisse vergleicht die Kosten eines neuen Kernkraftwerks auch mit jenen der Solarenergie. Dabei berücksichtigte der Think-Tank, dass Solaranlagen besonders dann Strom produzieren, wenn das Angebot hoch und der Börsenpreis tief ist. Zudem entstünden zusätzliche Kosten für den Netzausbau.

    Welche Rolle sollten neue Atomkraftwerke künftig in der Schweizer Stromversorgung spielen?

    Für grössere Solaranlagen ergeben sich laut der Analyse Kosten von rund 160 Franken pro Megawattstunde. Das sei vergleichbar mit Kernkraft. Kleine Solaranlagen auf Dächern kämen dagegen auf rund 280 Franken pro Megawattstunde.

    Derzeit ist der Neubau von Kernkraftwerken in der Schweiz gesetzlich verboten. Das Parlament hat jedoch beschlossen, das Verbot aufzuheben. Gegen die Gesetzesänderung wurde das Referendum ergriffen. Damit kommt die Frage vors Volk, dies frühestens im Februar 2027.

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    Kommentare

    User #4450 (nicht angemeldet)

    Die Schätzungen scheinen sehr kompetent zu sein...

    User #6418 (nicht angemeldet)

    Der Strom aus neuen AKW ist der teuerste und über 70 Jahre plus 20 Jahre unproduktive Projekt- und Bauphase technologie- und fortschrittsbehindernd sowie sicherheitspolitisch ein No Go.

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