Karin Keller-Sutter

Keller-Sutter: «Zurück in Ära der schamlosen Machtpolitik»

Das WEF geht heute in den letzten Tag. Donald Trump ist zwar abgereist, er und seine Grönland-Fantasien dürften aber weiterhin dominieren.

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Donald Trump ist am Donnerstagabend vom WEF abgereist. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Das WEF geht heute Freitag zu Ende.
  • Donald Trump ist zwar abgereist, wird aber wohl weiterhin die Gespräche prägen.
  • Mit dem Ticker verpasst du keine neue Entwicklung.

Das WEF in Davos GR geht heute Freitag zu Ende. Auch nach der Abreise hochrangiger Gäste wie Donald Trump oder Wolodymyr Selenskyj werden weitere spannende Reden erwartet.

Die dominierenden Themen werden wohl erneut Grönland, die Zölle und der neue «Friedensrat» von Donald Trump sein.

Mit dem Ticker von Nau.ch bleibst du auf dem Laufenden.

Keller-Sutter spricht über «Ära der Machtpolitik»

03.00: Karin Keller-Sutter hat am WEF in Davos über die Rückkehr der Machtpolitik gesprochen. «Wir sind zurück in einer Ära einer brutalen, recht schamlosen Machtpolitik.» Dies sagte die Finanzministerin in der am Mittwoch aufgenommenen SRF-Sendung «Gredig direkt».

«Beunruhigt ist man natürlich schon, ich auch, mit dem, was passiert, es ist nicht zum Vorteil der Schweiz», sagte Keller-Sutter weiter. «Letztlich können wir es aber nicht verändern. Wir müssen versuchen, uns in der Welt so gut wie möglich zu bewegen.»

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Karin Keller-Sutter beim WEF. - keystone

Jetzt konzentriere sich die Macht wieder in den Händen von Wenigen, mittelgrosse Staaten wie Deutschland sowie kleine Staaten wie die Schweiz würden an den Rand gedrängt, so die Bundesrätin weiter. Politisch sei die Schweiz nicht mächtig – und diesem «Sturm» daher «voll ausgesetzt».

Auf die Frage, ob die Schweiz in dieser heutigen Welt, trotz neuer Freihandelsabkommen oder Allianzen primär auf sich selber schauen müsse, antwortete Keller-Sutter: «Man muss immer zuerst die Interessen des eigenen Landes wahrnehmen. Aber um diese Interessen wahrzunehmen, muss man auch mit anderen reden».

Auch spüre man bereits eine Gegenbewegung zur gegenwärtigen Machtpolitik: Sie habe beobachtet, «dass es auch eine Bewegung gibt von Ländern, die sich vielleicht nicht immer so nahe gewesen sind, die näher zusammenrücken, weil sie Gegensteuer geben wollen», so die Schweizer Finanzministerin. Da spüre man sehr, dass es eigentlich einen grossen Willen zur Zusammenarbeit gäbe.

Trump fiel erneut mit Bluterguss an Hand auf

02.55: Donald Trump ist beim Weltwirtschaftsforum in Davos erneut mit einem Bluterguss an seiner Hand fotografiert worden.

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Donald Trump fiel am WEF mit einem Bluterguss an der Hand auf. - keystone

Darauf angesprochen, sagte er auf dem Rückflug in die USA vor Journalisten, er habe seine Hand an einem Tisch gestossen. Der 79-Jährige verwies dabei auch auf seine Einnahme von Aspirin: «Ich würde sagen, nehmen Sie Aspirin, wenn Ihnen Ihr Herz lieb ist, aber nehmen Sie kein Aspirin, wenn Sie keine kleinen Blutergüsse haben wollen.»

Von der Leyen: Zu wenig in Grönland investiert

02.45: Ursula von der Leyen hat vor dem Hintergrund politischer Spannungen mit den USA Fehler der Europäer im Umgang mit Grönland und der Arktis eingeräumt. «Wir haben gemeinsam zu wenig in die Arktis und die Sicherheit der Arktis investiert», sagte sie nach einem EU-Sondergipfel. Daher sei es jetzt höchste Zeit, einen Gang höher zu schalten.

Trump hatte seinen Besitzanspruch mit sicherheitspolitischen Überlegungen begründet. Von der Leyen erklärte, bei diesen Fragen die Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten vertiefen zu wollen, aber auch die mit Grossbritannien, Kanada, Norwegen, Island und anderen Partnern. «Das ist zu einer echten geopolitischen Notwendigkeit geworden», sagte sie.

Zudem müsse insbesondere in arktistaugliche Ausrüstung investiert werden, also etwa einen europäischen Eisbrecher. Im nächsten EU-Haushalt ab 2028 wolle die Kommission zudem die finanzielle Unterstützung für Grönland verdoppeln, das zum Hoheitsgebiet Dänemarks gehört. Von der Leyen kündigte ein «umfangreiches Investitionspaket» an, das Brüssel demnächst vorstellen wolle.

Kommentare

Anti-Schwurbler

Machtpolitik sehen wir schon seit Jahren beim Bundesrat. Nicht befähigtes Personal lenkt die Geschicke der Schweiz❗️ Alain B und KKS lassen grüssen❗️

User #4139 (nicht angemeldet)

Die Neutralität an die Wand fahren und dann über eine neue weltordnung sprechen, würden wir jetzt noch wegen dem durch Notrechr in die EU gehen, wäre das genau mein Humor.

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