Kanton Waadt muss 8000 Apple-Geräte ausser Betrieb nehmen
Wegen einer Schadsoftware sind rund 8000 Schulgeräte ausser Betrieb. Betroffen sind vor allem ältere Apple-Geräte, die nicht mehr aktualisiert werden können.

Das Wichtigste in Kürze
- Wegen einer Malware sind im Kanton Waadt rund 8000 Schulgeräte ausser Betrieb.
- Betroffen sind vor allem ältere Apple-Geräte ohne aktuelle Updates.
- Die Schadsoftware könnte Daten schon über Links oder Websites abgreifen.
In den Schulen des Kantons Waadt sind seit Ende März rund 8000 Informatikgeräte ausser Betrieb. Betroffen sind Tablets, Laptops, Desktop-Computer und Multimedia-Systeme, wie «24 heures» berichtet.
Das entspreche 14 Prozent des Informatikparks der Generaldirektion für obligatorischen Unterricht und sonderpädagogische Förderung (DGEO). Grund ist eine weltweite Sicherheitsbedrohung mit dem Namen Darksword, die Apple-Geräte betrifft.
Die DGEO betont, dass die stillgelegten Geräte ohnehin alt gewesen seien und ihr Ersatz bereits geplant war. Deshalb entstünden keine ungeplanten Zusatzkosten.
Gefährliche Lücke setzt Apple-Geräte unter Druck
Laut einer E-Mail vom 27. März von DGEO-Generaldirektor Cédric Blanc an seine Mitarbeitenden wurden weltweit «erhebliche Sicherheitslücken» im Apple-Ökosystem entdeckt.
Mögliche Folgen: iPhones, iPads oder Macs könnten schon durch einen Klick auf einen Link oder den Besuch einer Website infiziert werden. Die Schadsoftware Darksword sei in der Lage, «sensible Daten schnell und ohne Wissen des Nutzers abzugreifen».
Darksword soll unter anderem im Interesse Russlands handeln und persönliche Daten von Apple-Nutzern sammeln. Auch iPhones seien betroffen.
Alte Geräte müssen jetzt vom Netz
Um das Risiko zu senken, müssen die Geräte aktualisiert werden. Geräte, die wegen ihres Alters keine Updates mehr erhalten können, werden ausser Betrieb genommen. Dazu gehören etwa bestimmte Macs sowie iPads der fünften und sechsten Generation.
Ob einzelne Geräte bereits gehackt wurden, bleibt offen. Laut «24 heures» ist ein Eindringen auf bereits infizierten Geräten besonders schwer nachzuweisen. Die DGEO verweist aber auf ihren bestehenden Inhaltsfilter zum Schutz des Systems.
6,8 Millionen Franken für den Ersatz bereit
Die betroffenen Geräte sollen noch in diesem Jahr ersetzt werden. Dafür ist im regulären Erneuerungsbudget bereits ein Betrag von rund 6,8 Millionen Franken vorgesehen. Bis dahin können Lehrpersonen auf andere Geräte ausweichen oder auf Wunsch ihre privaten Computer nutzen.



















