Defizit des Kantons Waadt fällt deutlich kleiner aus als erwartet

Keystone-SDA
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Lausanne,

Die Finanzen des Kantons Waadt haben sich 2025 leicht verbessert, bleiben jedoch fragil. Das Jahresergebnis weist weiterhin ein Defizit von 156 Millionen Franken aus, fällt aber deutlich besser aus als 2024 (-369 Millionen Franken) und als budgetiert (-575 Millionen Franken).

Luisier
Regierungspräsidentin Christelle Luisier zeigt sich verhalten erfreut über das Ergebnis. - keystone

Zudem wird der gesetzliche Rahmen des sogenannten «kleinen Gleichgewichts» – die Deckung der Ausgaben durch Einnahmen vor Abschreibungen – eingehalten. Dadurch sind kurzfristige Sparmassnahmen wie im Vorjahr vorerst nicht nötig.

«Das ist eine gute Nachricht, doch die Verbesserung bleibt fragil», erklärte Regierungspräsidentin Christelle Luisier am Donnerstag vor den Medien.

Zur Verbesserung beigetragen haben insbesondere einmalige Einnahmen: Die Gewinnausschüttung der Schweizerischen Nationalbank brachte 188 Millionen Franken, nachdem zwei Jahre lang keine Mittel geflossen waren. Zudem entwickelte sich die Wirtschaft im Kanton positiv. Die Gewinnsteuern der Unternehmen stiegen innert Jahresfrist um 112 Millionen Franken.

Die Einkommenssteuern natürlicher Personen gingen hingegen um 139 Millionen Franken zurück. Laut Luisier war dies jedoch erwartet worden, da in den vergangenen Jahren Steuersenkungen beschlossen worden waren.

Insgesamt reichen die Einnahmen weiterhin nicht aus, um das Wachstum der Ausgaben vollständig zu kompensieren. Zwar verlangsamte sich deren Anstieg, dennoch erhöhten sich die Ausgaben gegenüber 2024 um 4,2 Prozent beziehungsweise 514 Millionen Franken auf insgesamt 12,7 Milliarden Franken.

Die wichtigsten Kostentreiber sind höhere Personalkosten (+76 Millionen Franken) sowie Teuerungsanpassungen im halbstaatlichen Bereich (+30 Millionen Franken) – und der Ausbau verschiedener öffentlicher Leistungen, insbesondere in der Sozialpolitik (+173 Millionen Franken).

Luisier erinnerte daran, dass nach der Verletzung des «kleinen Gleichgewichts» 2024 bereits Sparmassnahmen beschlossen wurden, ebenso im Budget 2026. Diese führten zu Streiks, Demonstrationen und intensiven Budgetdebatten im Grossen Rat.

«Wir müssen unsere Anstrengungen fortsetzen», betonte Luisier. Ziel sei nicht finanzpolitische Strenge um ihrer selbst willen, sondern eine gesunde Finanzlage als Grundlage für die Entwicklung des Kantons.

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