Bis 20 Prozent: Laptops und Handys werden wegen KI deutlich teurer

Laurin Zaugg
Laurin Zaugg

Bern,

Die Nachfrage nach KI-Angeboten und Speicherchips wächst Hand in Hand. Der dadurch entstandene Speicherchip-Mangel treibt Handy- und Laptoppreise in die Höhe.

Handy, Laptop
Viele Speicherchips werden aktuell für KI-Rechenzentren gebraucht, weshalb eine Knappheit für Handys und Laptops entsteht. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Handys und Laptops werden bis Ende Jahr deutlich teurer, teilweise bis zu 20 Prozent.
  • Dies, weil KI-Rechenzentren fast gleiche Speicherchips brauchen, wie Handys und Laptops.
  • Durch den KI-Boom wird ein Grossteil der Chips für Rechenzentren verwendet.
  • Für Handys und Laptops entsteht dadurch ein Speicherchip-Mangel.

Ein neues Handy oder Laptop als Weihnachtsgeschenk? Wohl keine gute Idee – zumindest was das Portemonnaie betrifft.

Durch den anhaltenden KI-Boom und die dadurch entstandene Speicherchip-Knappheit steigen nämlich die Preise für Handys und Laptops. Bis Weihnachten wird ein Anstieg von bis zu 20 Prozent erwartet, berichtet SRF.

Die Herstellung von Speicherchips ist aktuell ein hochlukratives Geschäft.

Nur drei Unternehmen dominieren momentan den Weltmarkt in dieser Branche. Das US-Unternehmen Micron, Samsung Electronics und SK Hynix aus Südkorea kontrollieren zusammen über 90 Prozent des Marktes.

Chips für KI-Rechenzentren erzielen höhere Gewinne

Da Speicherchips für KI-Rechenzentren höhere Gewinne abwerfen als solche für Smartphones und Computer, fokussieren sich die Hersteller darauf.

Die Konsequenz: Den Smartphone- und Laptop-Herstellern stehen weniger Chips zur Verfügung, was höhere Preise zur Folge hat. Media Markt Schweiz schätzt den Preisanstieg bei Handys auf 5 bis 10 Prozent. Bei Notebooks sogar auf 10 bis 20 Prozent.

Preiserhöhung vor allem gegen Ende Jahr spürbar

In den kommenden Monaten werden die Preise laut Martina Altlechner schrittweise erhöht. Sie ist Leiterin Einkauf und Logistik bei Media Markt Schweiz. Die Preiserhöhung werde vor allem gegen Ende Jahr spürbar sein, sagt sie gegenüber Radio SRF.

Betroffen seien vor allem günstige Geräte. Dies, weil die Kosten für Speicherchips bei günstigeren Geräten einen grösseren Anteil am Gesamtpreis machen. Besonders chinesische Anbieter wie Huawei und Xiaomi dürften deshalb besonders betroffen sein.

Bei den grossen Anbietern wie Samsung und Apple wird der Preisanstieg vor allem die Einstiegsmodelle betreffen.

Unterschied KI-Chips und Speicherchips

KI-Chips sind technisch etwas komplexer als Speicherchips, die auch in Handys verbaut sind. KI-Rechenzentren benötigen beide Chip-Arten.

Die KI-Chips dienen als «Gehirn» für Künstliche Intelligenz. Speicherchips hingegen übernehmen eine andere Aufgabe: Sie speichern Daten – entweder kurzfristig oder langfristig.

Wird sich die Nachfrage nach KI-Rechenzentren weiter beschleunigen?

Das US-Unternehmen Nvidia hat bei der Produktion von KI-Chips eine Monopolstellung. Die Investmentbank «Jefferies» schätzt den Marktanteil von Nvidia bei der deutschen Tagesschau auf mehr als 80 Prozent.

Beide Chiparten werden oft in denselben Fabriken produziert, weshalb es zu Engpässen kommen kann.

Kommentare

User #5250 (nicht angemeldet)

Stimmt doch alles nicht, da hat jemand keine Ahnung von Chips ausser Pommes-Chips.

User #2740 (nicht angemeldet)

Wo hat man denn das abkopiert?

Weiterlesen

KI
257 Interaktionen
Verdummung?
Kolumne Handy Jugendliche
123 Interaktionen
Maria Brasser
Nvidia
9 Interaktionen
Durch KI-Boom

MEHR AUS STADT BERN

YB
93 Interaktionen
3:3 beim FCB
YB FC Basel
93 Interaktionen
3:3 in Basel
Bernerin Inselparadies
3 Interaktionen
Zu Besuch