Staatsrätin Dittli soll nach Deal mit Kläger gelogen haben
Ein Untersuchungsbericht belastet die Waadtländer Staatsrätin Valérie Dittli schwer. Es geht um verdächtige Aufträge und öffentliche Gelder.

Das Wichtigste in Kürze
- Valérie Dittli soll eine schriftliche Vereinbarung verschwiegen haben.
- Jean-Claude Mathey erhielt Aufträge, nachdem er eine Anzeige zurückzog.
- Der Staatsrat wusste laut Bericht nichts von dieser Vereinbarung.
Die Waadtländer Staatsrätin Valérie Dittli gerät weiter unter Druck. Ein Untersuchungsbericht belastet die Mitte-Politikerin schwer.
Der ehemalige Kantonsrichter Jean-François Meylan legte den Bericht am Freitag vor. Der Staatsrat hatte ihn mit der Untersuchung beauftragt.
Aufträge nach Rückzug der Anzeige
Im Zentrum stehen verdächtige Aufträge an Jean-Claude Mathey. Er war früher Präsident der Kommission für ländlichen Grundbesitz.
Mathey hatte zuvor eine Strafanzeige gegen Dittli zurückgezogen. Danach erhielt er offenbar Aufträge.
Laut Untersuchungsbericht gab es dazu eine schriftliche Vereinbarung. Diese konnte Meylan nachweisen.
Staatsrat wusste von nichts
Der Staatsrat war über diese Vereinbarung nicht informiert worden. Genau das wiegt nun schwer.
In seiner Reaktion hält die Regierung fest, Dittli habe gelogen. Zudem habe sie über öffentliche Gelder verfügt, ohne den Staatsrat einzubeziehen.
Das Vertrauensverhältnis zu Dittli sei dadurch beeinträchtigt. Es sei nur schwer wiederherzustellen.










