Mafia

    In diesen Schweizer Städten ist die Mafia stark präsent

    Simon Huber
    Simon Huber

    Roveredo (GR),

    Ein Fall eines im Tessin abgewiesenen Mafioso, der im Bündner Misox dennoch eine Aufenthaltsbewilligung erhielt, sorgt für Aufregung.

    roveredo
    Roveredo GR wurde zuletzt mit Mafia-Aktivitäten in Verbindung gebracht. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Europol nahm Ende Februar mehrere Mitglieder eines internationalen Kokainnetzwerks fest.
    • Vier Verdächtige hatten ihren Wohnsitz im Bündner Ort Roveredo.
    • Einer von ihnen war zuvor im Kanton Tessin wegen Vorstrafen abgewiesen worden.

    Eine internationale Polizeiaktion gegen ein mutmassliches Drogenkartell hat auch Verbindungen in die Schweiz offengelegt.

    Ende Februar nahm Europol mehrere Mitglieder eines Netzwerks fest, das mit Kokainhandel und Geldwäscherei in Verbindung steht.

    Hinter dem Netzwerk sollen laut der «NZZ» die italienischen Mafiaorganisationen Camorra und ’Ndrangheta stehen.

    Hast du dich schon mit der Mafia beschäftigt?

    Vier der insgesamt sieben Festgenommenen hatten ihren offiziellen Wohnsitz in der Bündner Gemeinde Roveredo im Misox. Die drei Männer und eine Frau verfügten über eine Aufenthaltsbewilligung B.

    Kantone gehen unterschiedlich mit Fall um

    Besonders brisant ist der Fall eines 52-jährigen Italieners. Er hatte zuvor im Kanton Tessin eine Aufenthaltsbewilligung beantragt.

    Diese wurde ihm jedoch wegen einer Vorstrafe verweigert. Dennoch erhielt er später im Kanton Graubünden eine entsprechende Bewilligung.

    Der Bündner Justizdirektor Peter Peyer kündigte an, den Fall prüfen zu lassen. Untersucht werde unter anderem, ob die Bewilligung korrekt erteilt wurde.

    Zudem wird abgeklärt, ob mögliche Informationslücken zwischen den Behörden eine Rolle gespielt haben. Der Fall wirft zudem Fragen zum Informationsaustausch zwischen den Kantonen auf. Im Tessin gelten seit Jahren zusätzliche Kontrollen.

    Dazu gehört etwa die Pflicht, einen Strafregisterauszug aus dem Heimatland vorzulegen. Anderswo gibt es solche Massnahmen nicht. Experten betonen jedoch, dass das Misox trotz einzelner Fälle kein Zentrum der organisierten Kriminalität sei.

    Brennpunkte der Mafiaaktivitäten sind eher im Mittelland

    Laut Beobachtern liegen grössere Brennpunkte der Mafiaaktivitäten eher im Schweizer Mittelland. Dazu zählen etwa die Kantone Zürich, Aargau, Basel oder St. Gallen.

    mafia
    Grössere Brennpunkte der Mafia liegen laut Experten in den Kantonen Aargau, Basel, Zürich und St.Gallen. (Symbolbild) - keystone

    Dennoch gilt das Südbündner Tal wegen seiner Nähe zum Tessin als möglicher Rückzugsort für Personen aus dem Umfeld italienischer Mafiaorganisationen. In der Region sorgt zudem die hohe Zahl an Briefkastenfirmen seit Jahren für Diskussionen.

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    Kommentare

    User #4334 (nicht angemeldet)

    Um denn Zürichsee da gibts genügend Mafiosi. Wenn man Spazieren geht sieht man viele die ihren Kriminellen Geschäften Nachgehen.. und die Polizei schaut weg!..Hauptsache sie finden Zeit um die Autofahrer zu strafen ..! Von der Mafia haben die ja Angst . Wir Autofahrer sind meistens Alleine unterwegs.. da fühlen sie sich Stark ..!

    User #4319 (nicht angemeldet)

    Im Tessin abgewiesen? In Crans Montana mit genügend Kohle immer willkommen!

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