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Mafia schickt Teenager als Auftragskiller durch Europa

Simon Huber
Simon Huber

Deutschland,

Kriminelle Netzwerke rekrutieren gezielt Minderjährige für Gewaltaufträge. Das Phänomen hat einen Namen und breitet sich in ganz Europa aus.

straftäter
Kriminelle Banden zahlen Teenies Geld für Gewaltaufträge. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Kriminelle in Deutschland rekrutieren Teenager als Auftragskiller für wenige Tausend Euro.
  • Nun wurde eine Ermittlungsgruppe gegen das Phänomen gegründet.
  • Die Teenager werden über soziale Medien und Gaming-Plattformen kontaktiert.

Ein 15-Jähriger schiesst in Hamburg auf einen Gangsterboss. Ein Gleichaltriger feuert auf Sylt auf einen Friseursalon. Ein 17-Jähriger legt in Schleswig-Holstein ein falsches Mordgeständnis ab.

Was diese Fälle verbindet: Die Jugendlichen wurden gezielt von Hintermännern rekrutiert und für die Taten bezahlt. Sicherheitsbehörden haben dem Phänomen inzwischen einen Namen gegeben: «Violence as a Service».

Macht dir die Zunahme von Jugendlichen in der organisierten Kriminalität Angst?

Dabei lagern kriminelle Netzwerke Gewaltaufträge gezielt an Jugendliche aus. Die Auftraggeber bleiben im Verborgenen, während Minderjährige die Tat ausführen. Das berichtet die «Bild».

Rekrutierung läuft digital

Die Anwerbung erfolgt über Messenger-Dienste, soziale Netzwerke und Gaming-Plattformen. Kriminelle suchen gezielt junge, leicht beeinflussbare Täter, die bei einer Festnahme möglichst wenig über die Hintermänner wissen.

Europol warnt, dass Jugendliche mit schnellem Geld und dem Versprechen eines luxuriösen Lebens gelockt werden. Straftaten werden dabei als «Missionen» oder «Challenges» verpackt.

Das Bundeskriminalamt hat seit April 2025 eine eigene Ermittlungsgruppe namens «Grimm» gegründet, um Drahtzieher zu identifizieren und Minderjährige zu schützen.

Teenager als perfekte Täter

Aus Sicht der Organisierten Kriminalität sind Minderjährige ideal: Sie fallen weniger auf, sind leichter zu manipulieren und profitieren von milderen Strafen.

auftragskiller
Nach diesem jungen Mann fahndet die Kölner Polizei. Er soll 2024 einen Auftragsmord begangen haben. - Polizei Köln

Für die Jugendlichen selbst endet der vermeintlich schnelle Verdienst oft mit Gefängnis, Traumata oder schweren Verletzungen.

Auch Schweden kämpft mit dem Problem. Allein 2024 wurden dort 120 Kinder unter 15 Jahren beschuldigt, an Morden beteiligt gewesen zu sein.

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Kommentare

User #4399 (nicht angemeldet)

Bei dieser entwicklung nur eines: grüne und linke gutmenschen abwählen. Dann strafrecht massivst verschärfen, nix mehr mit jugendknast bis max 25 jahre gleich welches verbrechen. Sondern erwachsenen strafrecht, mord 25 jahre kiste. Das ganze ist schulstoff ab 5. klasse. Los.

User #248 (nicht angemeldet)

Darum der Beitrag vorgestern im ZDF, wo der Bürgermeister von Roveredo (GR) um Hilfe bittet, da in seiner Gemeinde über 1000 Briefkastenfirmen zugelassen sind, und alle der mafia zugeordnet werden.

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