Den ersten Halt auf seiner «Tour de Suisse» hat Bundespräsident Ignazio Cassis (FDP) im zürcherischen Knonau absolviert.
Zeigte keine Berührungsängste: Bundespräsident Ignazio Cassis machte in Knonau einen Abstecher in den Stall.
Zeigte keine Berührungsängste: Bundespräsident Ignazio Cassis machte in Knonau einen Abstecher in den Stall. - sda - KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER
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Das Wichtigste in Kürze

  • Bundespräsident Ignazio Cassis machte Halt in Knonau ZH.
  • Bei einem Bauernhof-Brunch sprach er über die Pandemie und Krisen.
  • Er erhielt eine Schürze, eine Wurst auch ein Set Jasskarten.

Den ersten Halt auf seiner «Tour de Suisse» hat Bundespräsident Ignazio Cassis (FDP) im zürcherischen Knonau absolviert. Bei einem Bauernhof-Brunch sprach er darüber, dass nichts selbstverständlich sei, wie man aktuell auf der Welt sehe.

«Seit dem Ausbruch der Pandemie leben wir in einem anhaltenden Krisenmodus. Die Realität hat längst unsere Phantasie übertroffen, und wir haben ja viel Phantasie.» Dies sagte Cassis vor rund 350 Besucherinnen und Besuchern in der Scheune des Bauernhofs Stöckweid.

Ignazio Cassis
Bundespräsident Ignazio Cassis startete am Morgen des 1. August zu einer Zugreise durch die Schweiz. Begleitet wurde er von mehreren Jugendlichen. - sda - Ignazio Cassis/Twitter

Man dürfe natürlich auch Freude haben, wenn die Welt aus den Fugen gerate. Es werde aktuell aber wohl allen klar, dass nichts selbstverständlich sei. «Wir müssen kämpfen, damit wir Freiheit und Wohlstand erhalten können. Das alles ist nicht gratis zu haben.»

Mit einem Schnaps oder Bier versöhnen

«Wir dürfen streiten, wir dürfen auch laut streiten», sagte Cassis. «Wichtig ist aber auch, dass wir die Fähigkeit wieder erlernen, uns zu versöhnen.» Dies sei gerade in unseren hektischen Zeiten mit Social Media wichtig.

«Am besten versöhnen wir uns bei einem Schnaps oder einem Bier.» Aber es gehe natürlich auch ohne Alkohol.

Den Bauernhof in Knonau wählte Cassis für seinen ersten Auftritt, weil diese Region Symbol für Krisen und Versöhnungen ist. Es ist die Gegend der beiden Kappelerkriege (1529/1531) und später des Sonderbundkriegs (1847). «Zwei Wendepunkte, die unser Land erschüttert haben», sagte Cassis dazu.

Ignazio Cassis
Bundespräsident Ignazio Cassis, rechts, hält eine Ansprache bei seinem Besuch eines 1. August-Brunch auf dem Bauernhof Stöckweid der Familie Duperrex. - keystone

Als Geschenk für seinen Auftritt erhielt der Bundespräsident neben einer Schürze und einer Wurst auch ein Set Jasskarten. Für den Fall, dass es ihm im Bundesrat mal langweilig werden sollte.

Er beteuerte jedoch, dass ihm das bei der «grossen Vielfalt» der Regierungsmitglieder sicher nicht passiere. Vor seiner Rede mischte sich Cassis sichtlich gut gelaunt unters Volk, schüttelte Hände und ging auch kurz in den Stall. Dort erfuhr er, dass zuvor ein Kälbchen auf den Namen seiner Frau Paola getauft wurde.

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