Auswirkungen des Pilotenstreiks auch in der Schweiz spürbar

Keystone-SDA
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Deutschland,

Der auf zwei Tage angelegte Pilotenstreik bei der deutschen Lufthansa hat an den Drehkreuzen München und Frankfurt Hunderte Flüge ausfallen lassen. Die Auswirkungen davon waren auch in der Schweiz zu spüren. An den Flughäfen Zürich, Basel und Genf kam es zu Ausfällen.

Lufthansa-Maschinen bleiben wegen Pilotenstreik grossteils am Boden (Symbolbild)
Lufthansa-Maschinen bleiben wegen Pilotenstreik grossteils am Boden (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/DPA-Zentralbild/PATRICK PLEUL

In Genf fielen am Donnerstag sechs Flüge der Lufthansa, sowie zwei Flüge der Brussels Airlines infolge des Streiks aus, wie ein Sprecher des Flughafens auf Anfrage von Keystone-SDA mitteilte.

Der Flughafen Basel schrieb in seiner Antwort von zwei gestrichenen Ankünften und zwei Abflügen der Lufthansa. Und in Zürich wurden am Donnerstag zwei Flüge (Hin- und Rückflug) zwischen Frankfurt und München gestrichen.

Nach den derzeit vorliegenden Informationen werden sich laut Flughafen Zürich am Freitag ähnliche Störungen wiederholen. Zwei Flugrotationen sind für Freitag bereits gestrichen gestrichen – je eine Verbindung von und nach Frankfurt sowie von und nach München, hiess es beim Flughafen Zürich auf Anfrage.

In Genf seien die Auswirkungen auf den Freitag noch nicht bekannt und in Basel wollen die Flughafenbetreiber die Entwicklung beobachten. Reisende sollen sich aber direkt an die jeweilige Fluggesellschaft wenden, schrieb der Euro Airport auf Anfrage.

Am ersten Streiktag fielen in Frankfurt rund 400 von 1165 geplanten Starts und Landungen aus. In München wurden 230 von rund 800 Flugbewegungen gestrichen. Die Zahlen beziehen sich auf alle Fluggesellschaften, die Ausfälle sind wesentlich der Lufthansa zuzuordnen.

Die streikende Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) berichtet von einer hohen Beteiligung der Beschäftigten an der bereits zweiten Streikwelle. Der Arbeitskampf verlaufe wirkungsvoller als erwartet, erklärte VC-Präsident Andreas Pinheiro.

So seien am Donnerstagvormittag mehr als 75 Prozent der bestreikten Kurzstreckenflüge und mehr als 70 Prozent der bestreikten Langstreckenflüge ausgefallen. Zuvor hatte Pinheiro deutlich gemacht, dass die VC auch bei weniger Flugausfällen von einer ausreichenden Streikwirkung ausgehe. Andere Lufthansa-Gesellschaften wie die Eurowings und sämtliche ausländischen Töchter waren nicht betroffen.

Lufthansa wollte nach eigener Ankündigung grössere Flugzeuge einsetzen, Lufthansa-Flüge von nicht bestreikten Konzernairlines erledigen lassen und freiwillige Crews einsetzen. An diesen Planungen für beide Streiktage habe es keine Änderungen mehr gegeben, erklärte eine Sprecherin des Unternehmens. Laut VC werden auch Subunternehmen eingesetzt.

Von Ausfällen betroffene Gäste sollten per E-Mail benachrichtigt werden. Gäste, die nicht kontaktiert werden, könnten vorerst davon ausgehen, dass ihr Flug nicht betroffen ist. Flüge ins Krisengebiet Nahost sollen nicht bestreikt werden. Zu einem normalen Flugbetrieb werde man voraussichtlich am Samstag zurückkehren können.

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