Erwachte Brandopfer kommunizieren mit Emojis
Verletzte der Brandkatastrophe von Crans-Montana sind zwar wach, können aber nicht sprechen. Dank Emojis können sie dennoch kommunizieren.

Das Wichtigste in Kürze
- In Italien wurden mehrere Verletzte von Crans-Montana aus dem Koma geholt.
- Sie können nicht sprechen, die Hände sind einbandagiert, weitere Behandlungen stehen an.
- Kommunizieren können sie aber dank Emojis.
Drei Wochen nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana VS gibt es positive Nachrichten aus Mailand: Mehrere Verletzte konnten aus dem künstlichen Koma geholt werden. Sie können zwar nicht sprechen, aber anderweitig kommunizieren: mit Emojis.
Auch Leonardo Bove, der zuerst in Zürich behandelt und mit Spenden überschüttet wurde, und Kean konnten aufgeweckt werden. Gesundheitsdirektor Guido Bertolaso erklärt gegenüber dem «Corriere della Sera», dass sie wieder selbständig atmen könnten, jedoch nicht sprechen. Auch seien die Hände noch vollständig einbandagiert.
Schreiben oder auf einer Tastatur tippen ist deshalb unmöglich. Dafür ermöglicht ein «unglaubliches Instrument» die Kommunikation, wie Bertolaso erklärt. Auf einem Bildschirm werden Sätze und Symbole als mögliche Antworten angezeigt.
So habe die Mutter einen Patienten gefragt, wie er sich fühle. Das Emoji für Angst, Schmerzen und Sorgen habe er weggeschoben. «Dann erschien das Symbol für Glück, und er klickte drauf. Ich muss sagen, dass mich das sehr bewegt.»
Auch der 16-jährige Valentino wurde aus dem Koma geholt, wie sein Vater erklärt. Der Sohn werde umfassend medizinisch versorgt, das Gesicht sei fast vollständig von den Verbänden befreit. Es stünden zwar noch weitere Behandlungen an, aber «die Aussichten sind positiv»
Und Valentino «isst wie verrückt», erzählt der Vater. Denn die Regeneration der Haut verbrauche sehr viel Energie.
Auch andere Jugendliche wurden aus dem künstlichen Koma aufgeweckt. Für viele stehen noch weitere Operationen und eine monatelange Behandlung an.
Leonardo konnte zu Beginn nicht verlegt werden
Leonardo Bove war nach der Brandkatastrophe ins Universitätsspital Zürich gebracht worden. Eine Verlegung nach Italien war zu Beginn wegen seines kritischen Zustandes nicht möglich.
Sein Vater Gabriele, der in der Filmbranche tätig ist, bereitete sich deshalb auf einen längeren Aufenthalt in der Schweiz vor. Freunde von ihm starteten einen Spendenaufruf. Innert weniger Tage kamen über 100'000 Franken zusammen.
















