Bund schickt Fachteams zu Schweizer Brandverletzten im Ausland
Drei Wochen nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS entsendet die Schweiz zwei spezialisierte Fachteams zu den Schweizer Verletzten in ausländischen Verbrennungszentren. Sie sollen den Zustand der Patientinnen und Patienten und deren Weiterbehandlung und Rehabilitationsbedarf in der Schweiz klären

Die beiden genannten Swiss Contact Teams haben ihre Arbeit am Mittwoch aufgenommen und besuchen zunächst Patientinnen und Patienten in Belgien und Deutschland, wie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (Babs) am Donnerstag mitteilte. Aktuell werden 17 Brandverletzte mit Schweizer Staatsangehörigkeit sowie neun Patientinnen und Patienten ausländischer Nationalität, jedoch mit Wohnsitz in der Schweiz, in spezialisierten Kliniken in Belgien, Deutschland, Frankreich und Italien behandelt.
Die Koordination der Weiterbehandlung der Verletzen in der Schweiz erfolgt über die Verbrennungszentren im Inland – das Universitätsspital Chuv Lausanne, das Universitätsspital Zürich und das Kinderspital Zürich – sowie über die Kantone und die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK).
Ebenfalls eingebunden sind die Suva und die auf Rehabilitation spezialisierten Suva-Kliniken in Bellikon AG und Sitten, das Bundesamt für Gesundheit (BAG) sowie das Babs im Rahmen des Nationalen Verbunds Katastrophenmedizin (Katamed).
Die vom Bund entsandten Teams sind aus Vertreterinnen und Vertretern des Nationalen Verbunds Katastrophenmedizin zusammengesetzt. Sie bestehen aus erfahrenen Spezialistinnen und Spezialisten der Verbrennungsmedizin und Rehabilitation aus den behandelnden Institutionen.
Organisatorisch unterstützt werden sie von Experten des Schweizerischen Roten Kreuzes sowie des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH), das dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) angegliedert ist. Zusätzlich leisten die Schweizer Botschaften und Konsulate in den jeweiligen Ländern Unterstützung. Die Entsendung wird durch die Nationale Alarmzentrale im Bundesamt für Bevölkerungsschutz organisiert.
Bei der Brandkatastrophe in der Bar «Le Constellation» in Crans Montana in der Silvesternacht kamen 40 Menschen ums Leben. 116 weitere wurden teils schwer verletzt.










