Deutscher Supermarkt entsetzt Kunden mit AfD-Fanmode
Viele Deutsche trauen ihren Augen nicht, als sie bei einer Supermarktkette Shirts mit AfD-Logo entdecken. Der Anbieter hat reagiert.

Das Wichtigste in Kürze
- «Pfui! Mit sowas Geld verdienen zu wollen», kritisiert ein User.
- Die Plattform «Kaufland.de» bietet Produkte mit dem Logo der rechtspopulistischen Partei AfD an.
- Inzwischen hat der Händler die Artikel jedoch entfernt.
Das Angebot könnte aus einem Fanshop der AfD stammen. T-Shirts und Hoodies mit dem Logo der Partei gibt es für 20 bis 40 Euro zu kaufen. «AfD ist mehr» oder «Ich liebe AfD» prangt darauf.
Mehrere lokale Verbände der Rechtsaussenpartei werden als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Ein Gerichtsverfahren zur Frage, ob die ganze Partei als rechtsextremistisch eingestuft werden muss, läuft noch.
Kurz: Die AfD ist trotz kürzlicher Wahlerfolge in Deutschland hoch umstritten – Viele Deutsche trauen angesichts der Fanshirts ihren Augen nicht.
«Was stimmt nicht mit euch? Ich werde jetzt einen sehr grossen Bogen um euch machen», schreibt jemand auf der Plattform Threads. «Pfui! Mit sowas Geld verdienen zu wollen.»
Eine weitere Person reagiert ebenso entsetzt. «In Zukunft werde ich in keine eurer Filialen mehr einen Fuss setzen. Absolut ohne Worte!»
Kaufland distanziert sich
Im Angebot hat ein Anbieter die T-Shirts und Hoodies, der mit Politik eigentlich nichts am Hut hat. Die Rede ist von der deutschen Supermarktkette Kaufland.
Über den «Online-Marktplatz» konnten Kundinnen und Kunden die Produkte der rechtspopulistischen Partei bestellen. Die Partei mit Alice Weidel an der Spitze hat bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt kürzlich einen historischen Wahlerfolg gefeiert.
Inzwischen hat der Händler die Artikel entfernt.
Kaufland distanziert sich laut dem «Hamburger Abendblatt» von extremen Positionen. Als Handelsunternehmen stehe Kaufland für Vielfalt, Respekt und Offenheit, zitiert die Zeitung die Supermarktkette.
Diese Werte spiegelten sich in all ihren Aktivitäten und ihrer Unternehmenskultur wider. In diesem konkreten Fall habe der Händler die Artikel mittlerweile von ihrem Marktplatz entfernt.
Drittanbieter sollen Produkte online gestellt haben
Bewusst ins Sortiment genommen haben will Kaufland die Produkte nicht. Kaufland.de funktioniere wie andere grosse Online-Plattformen nach dem Marktplatz-Prinzip, sagt Mediensprecher Michael Strothoff.
Demnach würden die angebotenen Produkte von unabhängigen Drittanbietern eigenverantwortlich eingestellt und vertrieben.
Die Supermarktkette hat laut dem Mediensprecher klare Händler-Grundsätze. Deren Einhaltung forderten sie konsequent von allen ein.
Nicht das erste Mal macht der Online-Shop Schlagzeilen mit fragwürdigen politischen Produkten. 2022 bot dieser rechtsextreme Literatur an.





















