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Meta Brillen geraten wegen Datenschutz unter Druck

Sandra Neumann
Sandra Neumann

Deutschland,

Meta Ray-Ban-Brillen stehen wegen ihrer Nutzung im öffentlichen Raum unter wachsender Kritik von Datenschützern und Verbraucherschützern.

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Meta steht mit seinen Smart Glasses wegen Datenschutzrisiken bei Aufnahmen im öffentlichen Raum in der Kritik. - Picture Alliance

Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Thomas Fuchs hält einen rechtssicheren Einsatz der Meta-Brillen im Alltag für kaum möglich. Grund dafür sind Aufnahmen unbeteiligter Personen und die anschliessende Verarbeitung erhobener Daten durch die Geräte.

Besonders problematisch ist die kleine Kontrollleuchte, die laufende Aufnahmen signalisieren soll. «Golem» berichtet, dass die Anzeige bei Sonnenlicht kaum erkennbar ist und bei KI-Anfragen der zweiten Generation sogar ausbleibt.

Auch Hinweise auf mögliche Gesichtserkennung sorgen für zusätzliche Bedenken bei den Datenschützern. Die technische Ausgestaltung erschwert damit eine transparente Nutzung der Brillen im öffentlichen Raum erheblich.

Meta-Brillen werfen Haftungsfragen auf

Mit der Nutzung können auch rechtliche Pflichten auf die Träger der Brillen übergehen. Wer fremde Personen aufnimmt oder KI-Training zulässt, kann laut «Börse Express» selbst datenschutzrechtlich verantwortlich werden.

Würdest du eine Smart Glasses mit Kamera im öffentlichen Raum tragen?

Die sogenannte Haushaltsausnahme der DSGVO greift bei solchen Aufnahmen im öffentlichen Raum demnach nicht. Bei der Nutzung für KI-Training kann zudem eine gemeinsame Verantwortlichkeit von Nutzer und Meta entstehen.

Die rechtlichen Fragen reichen über die Brillen hinaus und betreffen zunehmend auch den Umgang mit lernenden KI-Systemen. Deutschland setzt 2026 neue europäische Haftungsregeln um, die auch bestimmte KI-Systeme erfassen.

Datenschutzbedenken treffen auf wachsenden Markt

Trotz der Kritik steigt die Verbreitung der Smart Glasses deutlich und erhöht damit die Bedeutung verbindlicher Regeln. Meta verkaufte 2025 rund sieben Millionen Exemplare, nachdem zuvor insgesamt zwei Millionen Stück abgesetzt worden waren.

Parallel wächst international der politische und gesellschaftliche Widerstand gegen den Einsatz solcher Geräte. «BornCity» verweist auf Verbote an Schulen, politische Vorstösse und eine britische Petition mit mehr als 9100 Unterschriften.

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Meta Brillen sorgen wegen ihrer Kamerafunktionen und möglichen Aufnahmen von Passanten für Kritik. (Symbolbild) - depositphotos

Auch die Verarbeitung aufgezeichneter Daten durch externe Dienstleister sorgt für zusätzliche Aufmerksamkeit. Experten kritisieren, dass Betroffene häufig kaum nachvollziehen können, wohin ihre mit Smart Glasses erfassten Daten gelangen.

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Kommentare

User #7576 (nicht angemeldet)

Jeder so eine Brille will/wollte, der hat diese schon längst! Bis hier mal was entschieden wird, ist das Ganze schon längst nicht mehr relevant und das nächste Problem auf dem Markt!

User #2487 (nicht angemeldet)

Das wird den Nutzern völlig egal sein. Ist gleich wie bei Dashcams und Haus-Kameras jeder und alles wird gefilm, völlig schnuppe was die anderen denken und wollen.

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