Diese dubiosen AfDler ziehen in Sachsen-Anhalt ein
Mehrere von den neu gewählten AfD-Abgeordneten in Sachsen-Anhalt haben eine fragwürdige Vergangenheit. Darunter ein Ex-Pornodarsteller und Ex-Kokser.

Das Wichtigste in Kürze
- Einige der neuen AfD-Abgeordneten haben eine unrühmliche Vergangenheit.
- Ein Abgeordneter wurde zweimal wegen Straftaten zu Bewährung verurteilt.
- Zudem war er kokainsüchtig und als Pornodarsteller tätig.
- Ein weiterer AfD-Abgeordneter war für die DDR-Staatssicherheit tätig.
Am Donnerstag erschien die neue AfD-Fraktion mit 39 Abgeordneten erstmals im Landtag. Die AfD-Abgeordneten um Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hielten dort die erste Fraktionssitzung nach dem historischen Wahlsieg mit 43,8 Prozent ab.
Unter den neuen Abgeordneten gibt es auch Namen, die eine unrühmliche Vergangenheit hinter sich haben.
Einer davon ist der Philipp-Anders Rau. Der 41-Jährige, der im Wahlkampf mit «Sicherheit und Ordnung» warb, fiel in der Vergangenheit selbst mit kriminellen Machenschaften auf. Gleich zwei Mal wurde er zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Dies, weil er 2009 in einem Hotel unter anderem 100 Handtücher gestohlen hatte und 2017 Urkundenfälschung betrieb. Er erschlich sich damals einen Studienplatz an der Hochschule Magdeburg-Stendal.
Kokainsüchtiger und Pornodarsteller
Die Liste des AfD-Abgeordneten geht jedoch noch weiter. Im Prozess von 2017 gab er nämlich an, er sei wegen einer Kokainsucht nicht zurechnungsfähig gewesen. Zudem soll er Medienberichten zufolge an Pornoproduktionen mitgewirkt haben.
Philipp-Anders Rau ist aber nicht der einzige AfDler mit einer fragwürdigen Vergangenheit. Auch Frank-Ronald Bischoffs Biografie wirft Fragen auf. Der 78-Jährige war nämlich früher für den Staatssicherheitsdienst der DDR, der Stasi, tätig.
Diesbezüglich meldeten sogar AfD-Mitglieder den Vorwurf, Bischoff könnte sich seine Nominierung als Direktkandidat zur Landtagswahl unrechtmässig gesichert haben.
AfD steht mit rechtsextremen Strukturen in Verbindung
Ein weiterer Abgeordneter, der Fragen aufwirft, ist Sebastian Koch. Er hat nämlich eine Neonazi-Vergangenheit, wobei er diese als «Phase» bezeichnet. Zudem waren zwei weitere Abgeordnete 2025 Gast bei Putins Geburtstagsfeier in der russischen Botschaft.

Die AfD in Sachsen-Anhalt steht zudem in Verbindung zu rechtsextremen Strukturen und Positionen. Mehrere ihrer Politiker werden vom Verfassungsschutz im Zusammenhang mit rechtsextremistischen Aktivitäten und «fremdenfeindlicher Agitation» genannt.
Gegen einzelne Abgeordnete wird zudem wegen mutmasslicher Unterstützung der verbotenen rechtsextremen Vereinigung «Artgemeinschaft» ermittelt.

















