Tierquälerei

    Mutmassliche Tierquälerei in Waadtländer Schweinezucht

    Keystone-SDA
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    Lausanne,

    Videoaufnahmen aus einem Schweinezuchtbetrieb im Kanton Waadt haben neue Vorwürfe der Tierquälerei ausgelöst. Das Tierrechtskollektiv Observatoire du spécisme veröffentlichte am Montag entsprechende Bilder und kündigte eine Strafanzeige an. Auch die Waadtländer Behörden haben ein Verfahren eingeleitet.

    Schweinezuchtbetrieb
    Videos aus einem Schweinezuchtbetrieb im Kanton Waadt sorgen für Aufsehen. (Symbolbild) - keystone

    Ziel der Untersuchung sei es, die Umstände der Aufnahmen zu klären, den betroffenen Betrieb zweifelsfrei zu identifizieren und die für die gezeigten Handlungen verantwortlichen Personen zu ermitteln, sagte der Waadtländer Kantonstierarzt Giovanni Peduto der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

    Auf den Aufnahmen ist unter anderem zu sehen, wie eine Zuchtsau mit einer Schaufel geschlagen wird. Ein Ferkel wird zudem gewaltsam auf den Boden geschleudert und dabei getötet. Weitere Szenen zeigen einen groben Umgang mit den Tieren. Zudem liegen Kadaver zwischen lebenden Schweinen.

    Das Observatoire du spécisme kritisiert darüber hinaus die gezeigten Haltungsbedingungen. Die Sauen würden in Besamungsständen gehalten und mittels Hormonbehandlungen wiederholt trächtig gemacht. Nach Angaben des Kollektivs stammen die Aufnahmen aus dem laufenden Jahr.

    Die Generaldirektion für Landwirtschaft, Weinbau und Veterinärwesen verurteilte die gezeigten Handlungen «mit grösster Entschiedenheit». Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, werde sie sämtliche administrativen Massnahmen ausschöpfen und die festgestellten Verstösse strafrechtlich verfolgen lassen, erklärte Peduto.

    Nach Angaben der Tierschutzaktivisten gehört der betroffene Betrieb in der Broye-Region derselben Familie, die bereits 2016 und 2017 wegen Misshandlungen in Waadtländer Schweinezuchten in die Kritik geraten war.

    Damals hatte die Waadtländer Regierung verschiedene Massnahmen ergriffen, darunter Strafanzeigen und Verwaltungssanktionen. Zudem wurde die Überwachung von Schweinehaltungsbetrieben verschärft.

    Der nun betroffene Betrieb war laut den Behörden vor weniger als acht Monaten unangekündigt kontrolliert worden. Dabei seien weder bei den Infrastrukturen noch bei den Haltungsbedingungen Verstösse festgestellt worden. Auch frühere Kontrollen hätten keine Beanstandungen ergeben.

    Nach aktuellem Kenntnisstand gebe es keine Hinweise darauf, dass die Produktionsabläufe oder die Einrichtungen des Betriebes gegen geltende gesetzliche Vorgaben verstossen hätten, erklärte Peduto. Die nun erhobenen Vorwürfe beträfen vielmehr mutmassliche individuelle Verhaltensweisen von Mitarbeitenden im Umgang mit den Tieren. Diese würden im Rahmen der laufenden Untersuchungen geprüft und gegebenenfalls geahndet.

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    Kommentare

    User #2606 (nicht angemeldet)

    Weil diese Arbeiter einen scheiss-job haben wirt der frust an den armen Schweinen ausgelassen.

    User #2676 (nicht angemeldet)

    Darum esse ich seit Jahren kein Schweinefleisch !!

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