Am Samstag wurde in Olten SO bei der Demo gegen die Massnahmen des Coronavirus ein Gegendemonstrant verletzt. Die Organisatoren der Gegendemo nehmen Stellung.
Der Beginn der Coron-Demo in Olten SO. - Nau.ch

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Samstag wurde in Olten ein Gegendemonstrant von einer Flasche am Kopf getroffen.
  • Der Mann zog sich eine Platzwunde zu. Die Polizei bezeichnete die Situation «hektisch».
  • Die Organisatoren der Gegendemo bemängeln nun das Verhalten der Polizei.

Am Samstag zogen die Gegner der Massnahmen ums Coronavirus durch Olten SO. Knapp 300 Demonstranten hatten sich versammelt.

Schon im Vorfeld der Demo hatte sich ebenfalls eine Gegen-Kundgebung formiert – organisiert vom Kollektiv «Olten hält Abstand».

Die Demo in Olten hielt sich von der Grösse her in Grenzen. - Nau.ch

Die Polizei musste die beiden Gruppen voneinander trennen, die Auseinandersetzung eskalierte. Ein Gegendemonstrant war von einem Corona-Skeptiker mit einer Flasche verletzt worden. Er zog sich dabei eine Platzwunde am Kopf zu.

Der Demo-Zug zieht durch die Stadt.
Die Demo in Olten aus der Luft betrachtet.
Die ersten «Freiheits-Trychler» sind eingetroffen.
Auch die Gegen-Demonstranten machen sich bereit.
Die Polizei hält die Gegendemonstranten und die Demonstranten auseinander.

Auf Videos ist zu sehen, wie ein Skeptiker dem Mann eine Flasche über den Kopf zieht. Die Polizei hat sich bereits gestern gerechtfertigt. Der Vorfall sei von der Polizei beobachtet worden, die Situation sei aber «unübersichtlich und hektisch» gewesen.

«Zu diesem Zeitpunkt war die Verletzung nicht bekannt, die Situation unübersichtlich und hektisch». Die Personalien des Täters hätten nicht aufgenommen werden können.

Coronavirus: Handeln der Polizei wirkte «konstant überfordert und unkoordiniert»

Nun nimmt ebenfalls das Kollektiv «Olten hält Abstand» Stellung. Auf Twitter schreiben sie: «Die verletzte Person begab sich in ärztliche Behandlung. Zum gesundheitlichen Zustand können wir keine Auskunft geben.»

Aber: «In diversen Telegram-Kanälen der Skeptiker läuft eine Diffarmierungskampagne gegen die verletzte Person.» Der Vorfall werde verharmlost. «Die Person wird angefeindet, verfolgt und Andeutungen von tätlichen Übergriffen sind zu finden.»

Es sei für sie schwer nachzuvollziehen, dass die Polizei die Situation als unübersichtlich definiere. Die Polizei habe bei ihrem Handeln «konstant überfordert und unkoordiniert» gewirkt.

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