Coronavirus

    Coronavirus: Ärzte raten Risikopersonen zur Impfung

    Raphael Wyder
    Raphael Wyder

    Bern,

    Seit Anfang Januar werden schweizweit Risikopersonen und Ü75 gegen das Coronavirus geimpft. Doch bei der Anmeldung blickt ein gewisser Föderalismus durch.

    Coronavirus · Schweiz
    Schriftsteller Franz Hohler (77) erhält im Referenz-Impfzentrum EBPI am Hirschengraben von einer medizinischen Angestellten eine Corona-Impfung. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Schweizweit haben die Kantone mit der Impfung gegen das Coronavirus begonnen.
    • Als Erstes werden Risikopersonen zur Impfung gebeten.
    • Doch bei der Impf-Anmeldung gehen die Kantone unterschiedlich vor.

    Die grösste Impfkampagne, die die Schweiz je gesehen hat, ist in vollem Gange. Schweizweit werden derzeit Risikopersonen und über 75-Jährige gegen das Coronavirus geimpft.

    Doch werden in Behandlung stehende Risikopersonen durch einen Arzt auch auf die Impfung aufmerksam gemacht? «Ja, selbstverständlich!», sagt Esther Hilfiker, Präsidentin der Ärztegesellschaft des Kantons Berns, auf Anfrage.

    Impfung Coronavirus Schweiz
    Helga Ott aus Märwil TG wird von Dilara Ugurlu, rechts, Leitung Pflege / Koordination, im Impfzentrum in Frauenfeld gegen das Coronavirus geimpft. - Keystone

    In Bern werden Personen nicht direkt zur Impfung angemeldet, aber der Arzt stellt für Hoch-Risikopersonen eine Bestätigung aus. «In anderen Kantonen können Hausärztinnen und Hausärzte exakt vier Patienten direkt anmelden. Das ist gerade in ländlichen Regionen nicht unproblematisch. Die Auswahl gibt nämlich indirekt Aufschluss über die Schwere einer chronischen Erkrankung», erklärt Hilfiker.

    Impf-Anmeldung ist oft Sache der Patienten

    Auch in anderen Kantonen werden Risikopersonen von Ärzten fleissig auf die Corona-Impfung aufmerksam gemacht. In beiden Basel läuft es wie in Bern, die Impf-Anmeldung muss vom Patienten selbst vorgenommen werden. Aber auch hier kann der Arzt eine Bestätigung ausstellen, dass er zur Risikogruppe gehört.

    Urs Hasse, Präsident der Zuger Ärztegesellschaft, sagt auf Anfrage: «Ich halte es so, dass ich Risikopatienten auf den Nutzen einer Impfung aufmerksam mache und diese aktiv empfehle.» Für Risikopatienten führe man eine Liste und informiere diese bei Bedarf schriftlich. Die Impf-Anmeldung muss aber auch im Kanton Zug selber per Telefon oder online vorgenommen werden.

    In Zürich hingegen werden die Risikopatienten direkt von den Hausärzten aufgeboten. Dabei kann sogleich ein Termin in der Arztpraxis gebucht werden. «Muss der Patient am Impfzentrum angemeldet werden, nimmt dies der Arzt vor», erklärt Tobias Burkhardt von der Zürcher Ärztegesellschaft.

    St.Galler Spitäler kontaktieren Patienten selbst

    Das Universitätsspital lädt seine Hoch-Risikopersonen, welche bereits durch Vorerkrankungen in Behandlung stehen, direkt zur Corona-Impfung ein. Mediensprecherin Martina Pletscher sagt auf Anfrage: «Wir sind in der speziellen Lage, die Impfung bei uns vor Ort durchzuführen und raten unseren Hoch-Risikopersonen auch dazu.»

    unispital zürich patienten behörden
    Der Chirurg übernahm 2020 die Klinikleitung, nachdem sein Vorgänger wegen Fehlverhaltens freigestellt worden war. (Archivbild) - keystone

    In den St.Galler Spitälern wird die Impfung gegen das Coronavirus besonders gefährdeten Patientinnen und Patienten ab nächster Woche ebenfalls angeboten. «Die Patienten müssen nicht von sich aus aktiv werden, sie werden direkt kontaktiert», erklärt Philipp Lutz, Mediensprecher des Kantonsspitals St. Gallen.

    Für Risikopersonen, welche nicht in Behandlung stehen, verweisen sowohl das Universitätsspital Zürich wie auch das Kantonsspital St. Gallen auf die kantonalen Impfzentren.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Coronavirus Impfung Impfzentrum
    393 Interaktionen
    Kantons-Übersicht
    Impfstoff gegen Covid-19
    33 Interaktionen
    107'000 Dosen
    Impfstoff
    30 Interaktionen
    Corona-Vakzin

    MEHR CORONAVIRUS

    Long Covid Mann
    34 Interaktionen
    Studie
    5 Interaktionen
    Für Krypto-Geschäfte
    204 Interaktionen
    Erkältungssaison
    Biontech
    34 Interaktionen
    Covid-Impfung

    MEHR AUS STADT BERN

    Mann beschwerte sich
    Sexualisierte Gewalt
    3 Interaktionen
    Das ändert sich