Muss ein Geschäft eine 1000er-Note annehmen?
Wer mit einer 1000er-Note in einem Geschäft bezahlen will, kann auf Hindernisse stossen. Rechtsanwältin Sarah Schläppi klärt auf.

Ich habe zu Weihnachten 1000 Franken in Form einer 1000er-Note geschenkt bekommen. Nun weigert sich der Laden, in welchem ich damit bezahlen will, die 1000er-Note anzunehmen. Weil Samstag ist, kann ich die Note auf keiner Bank wechseln. Geld ist doch einfach Geld?
Nein, Geschäfte müssen eine 1000er-Note nicht zwingend annehmen, obwohl das Gesetz eine allgemeine Annahmepflicht vorsieht.

Diese Vorschrift ist jedoch dispositiver Natur, was bedeutet, dass abweichende Regelungen getroffen werden können.
Viele Geschäfte lehnen grosse Noten aus Sicherheitsgründen, Mangel an Wechselgeld oder betrieblichen Erwägungen ab.
In der Praxis wird dies häufig durch klare Hinweise, etwa Schilder wie «nur Kartenzahlung» oder «keine grossen Scheine», angezeigt.
Solche Hinweise machen die Annahme von Bargeld optional, solange Kunden vor dem Kauf darüber informiert sind.
Zur Autorin
Dr. iur. Sarah Schläppi (*1983) ist Rechtsanwältin, Geschäftsführerin und Verwaltungsrätin bei Bracher & Partner.







