Muss ein Geschäft eine 1000er-Note annehmen?

Sarah Schläppi
Sarah Schläppi

Bern,

Wer mit einer 1000er-Note in einem Geschäft bezahlen will, kann auf Hindernisse stossen. Rechtsanwältin Sarah Schläppi klärt auf.

Frau Porträtfoto blond Anzug
Dr. Sarah Schläppi ist Rechtsanwältin und Geschäftsführerin bei Bracher & Partner. - zVg

Ich habe zu Weihnachten 1000 Franken in Form einer 1000er-Note geschenkt bekommen. Nun weigert sich der Laden, in welchem ich damit bezahlen will, die 1000er-Note anzunehmen. Weil Samstag ist, kann ich die Note auf keiner Bank wechseln. Geld ist doch einfach Geld?

Nein, Geschäfte müssen eine 1000er-Note nicht zwingend annehmen, obwohl das Gesetz eine allgemeine Annahmepflicht vorsieht.

Geldschein Hände Motiv Franken
Das Motiv der Hände auf der Schweizer Tausender-Note steht für menschliche Interaktion und Dialog. (Symbolbild) - Depositphotos

Diese Vorschrift ist jedoch dispositiver Natur, was bedeutet, dass abweichende Regelungen getroffen werden können.

Viele Geschäfte lehnen grosse Noten aus Sicherheitsgründen, Mangel an Wechselgeld oder betrieblichen Erwägungen ab.

Hast du schon mal eine 1000er-Note in der Hand gehabt?

In der Praxis wird dies häufig durch klare Hinweise, etwa Schilder wie «nur Kartenzahlung» oder «keine grossen Scheine», angezeigt.

Solche Hinweise machen die Annahme von Bargeld optional, solange Kunden vor dem Kauf darüber informiert sind.

Zur Autorin

Dr. iur. Sarah Schläppi (*1983) ist Rechtsanwältin, Geschäftsführerin und Verwaltungsrätin bei Bracher & Partner.

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