Eine Aargauerin schickt ihrem Chef gefälschte Tests auf Corona aus den Ferien. Dessen Frau fallen aber Unstimmigkeiten auf.
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Eine Aargauerin wollte mit gefälschten Corona-Tests ihre Ferien im Kosovo verlängern. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Aargauerin will ihre Ferien im Kosovo mit einem gefälschten Corona-Test verlängern.
  • Die Frau des Chefs fordert einen zusätzlichen PCR-Test und findet Unstimmigkeiten.
  • Aus den 50 Euro für die Fälschung wurde eine Strafe von 1500 Franken.

Da hat eine junge Aargauerin die Rechnung ohne die aufmerksame Frau ihres Chefs gemacht. Mit gefälschten Tests auf das Coronavirus wollte die 23-Jährige ihre Ferien verlängern, flog aber auf.

Die junge Frau verbrachte im vergangenen Jahr die Sommerferien im Kosovo, als sie auf die Idee kam, die Corona-Situation auszunutzen. Dies berichtet «Argovia Today». Auf der Strasse suchte sie nach einem Anbieter von gefälschten Tests auf das Coronavirus. Für 50 Euro konnte sie einen positiven Antikörper-Bluttest kaufen und schickte diesen am letzten Ferientag ihrem Chef.

Corona
Auf das Coronavirus wurde die Aargauerin nicht getestet. Die Tests, die sie ihrem Chef schickte, waren gefälscht. (Symbolbild) - Keystone

Dessen Frau war aber misstrauisch und wollte zusätzlich das Resultat eines PCR-Tests sehen. Die Aargauerin ging also nochmals zum selben Fälscher und erhielt das Dokument – diesmal kostenlos.

Frau des Chefs findet Unstimmigkeiten

Die Frau des Chefs untersuchte die beiden Test-Resultate genau – und stellte Unstimmigkeiten fest. Deshalb kontaktierte sie die Firma, die die Dokumente ausgestellt haben soll, und erfuhr, dass sie gefälscht waren.

Die Urkundenfälschung kommt die Aargauerin nun teuer zu stehen. Sie wurde von einem Gericht zu einer Busse von 600 Franken und einer bedingten Geldstrafe verurteilt. Zusätzlich muss sie die Gebühr von 900 Franken für den Strafbefehl bezahlen. Unklar ist, ob sie wegen Lüge und Fälschung entlassen worden ist.

Hätten Sie die junge Frau für ihr Verhalten entlassen?

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