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    Coop: Bettler bedrängen Kunden und Pendler im Bahnhof Bern

    Redaktion
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    Bern,

    Vor dem Coop im Berner Bahnhof wird es am Sonntagabend mühsam. Bettler sind vor Ort und belästigen Kunden und Pendler. Die Polizei kommt.

    Polizei Coop
    Sonntag, Bahnhof Bern: Polizisten kontrollieren die beiden Bettler neben dem Coop. - Nau.ch

    Das Wichtigste in Kürze

    • Betteln ist in Bern grundsätzlich erlaubt, im SBB-Bahnhof aber nicht.
    • Am Sonntag ging das Betteln für Coop-Kunden und Pendler noch einen Schritt weiter.
    • Die Polizei griff ein, führte eine Personalkontrolle durch.

    Es sind befremdende Bilder, die sich am frühen Sonntagabend im Berner Bahnhof abspielen.

    Vor dem Coop stehen zwei Bettler mit Reisekoffern. Sie sind putzmunter, sprechen die Coop-Kunden und die vorbeilaufenden Pendler wie Verkäufer an, die Hände voller Münzen.

    Wer sich nicht auf die spontane Spende einlässt, dem droht mit den beiden fitten Bettlern, beide um die Dreissig, ein mühsames Gespräch. Dann nämlich ist die gute Laune vor dem Coop rasch vorbei.

    Bahnhof Bern Coop
    Direkt neben dem Coop am Bahnhof Bern kommt es zu einer Kontrolle. Die Bettler belästigten Kunden und Pendler auf Schritt und Tritt. - Nau.ch

    Das Duo lässt nämlich bei einer Absage nicht los, begleitet die Leute teilweise während Minuten auf Schritt und Tritt. Und verwickelt sie in mühsame Gespräche vor dem Coop.

    Nau.ch beobachtet, wie einer der beiden Bettler einem Senioren durch den halben Bahnhof nachläuft, ihn bedrängt und sogar betatscht. Erst nachdem der alte Herr zweimal seinen Warnfinger in die Luft hält, gibt der Bettler nach.

    Im Bahnhof Bern ist das Betteln grundsätzlich verboten.

    Wie reagieren Sie, wenn gebettelt wird?

    «Betteln ist in Bern erlaubt», sagt die Berner Kantonspolizei am Telefon, als Nau.ch diese vor Ort auf den Vorfall mit dem Senior hinweist. Belästigungen würden halt in einer gewissen Form zum Betteln dazugehören, heisst es.

    Berner Polizei schickt Bettler rasch weg

    Die Polizei handelt trotzdem – und sehr rasch. Innert weniger Minuten sind zwei Beamte vor Ort, kontrollieren die Pässe der beiden jungen Bettler. Das sorgt für Entspannung.

    Diese Patrouille habe am Sonntag gegen diese zwei Personen eine Wegweisung ausgesprochen, sagt eine Kapo-Mediensprecherin.

    Grundsätzlich sei es so, dass Betteln in der Stadt Bern im öffentlichen Raum nicht per se verboten ist.

    Und weiter: «Wir erhalten immer wieder Meldungen im Zusammenhang mit bettelnden Personen. Etwa weil sich diese aufdringlich verhalten und sich andere Leute dadurch gestört fühlen. Oder weil der Verdacht auf mögliches deliktisches Handeln besteht.»

    Wer sich belästigt fühle, könne sich jederzeit an die Polizei wenden und allenfalls Anzeige erstatten.

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