Aussenminister Ignazio Cassis Ziel sei es, bis Ende Jahr die Unterschrift aus Italien für das Grenzgängerabkommen mit Italien zu haben.
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Aussenminister Ignazio Cassis vor einer Schweizer Fahne im Medienzentrum des Bundes. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit dem neuen Abkommen werden Grenzgänger in beiden Ländern besteuert.
  • Damit werden Grenzgänger in Zukunft finanziell stärker belastet.

Heute haben der Tessiner Bundesrat Ignazio Cassis sowie eine Delegation der Bündner Regierung Bellinzona besucht. Beim Treffen mit der Tessiner Regierung war auch das Grenzgängerabkommen mit Italien ein Thema. Dieses war Ende 2015 paraphrasiert worden, ist jedoch bis heute nicht unterzeichnet.

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Täglich überqueren zahlreiche Grenzgänger die Schweizer Grenzen, um in der Schweiz zu arbeiten. - Keystone

Ziel sei es, bis Ende Jahr die Unterschrift aus Italien zu haben. Dies sagte Aussenminister Ignazio Cassis am Montagnachmittag vor den Medien. Zur Frage einer Journalistin, ob sich im Abkommen in der Zwischenzeit inhaltlich etwas verändert habe, wollte Cassis nichts sagen.

Mit neuen Abkommen werden Grenzgänger in beiden Ländern besteuert

Das aktuell gültige Grenzgängerabkommen stammt aus dem Jahr 1974 und sieht vor, dass Grenzgänger nur in der Schweiz besteuert werden. Wobei Italien 38,8 Prozent der Quellensteuern zusteht. Im neuen Abkommen werden Grenzgänger in beiden Ländern besteuert.

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In der Schweiz arbeiten 300'000 Grenzgänger. - Keystone

Die Schweiz soll statt der heutigen 61,2 bis zu 70 Prozent des Totals der Quellensteuer erheben dürfen. Italien soll den bereits in der Schweiz bezahlten Betrag von seiner Steuer abziehen. Damit werden Grenzgänger in Zukunft stärker finanziell belastet.

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