Die Diskussionen um Exportrestriktionen für Impfstoffe bereitet dem Bundesrat Sorgen. Guy Parmelin hofft, dass es nicht zur solchen kommt.
Corona Impfung
Ampullen mit dem Covid-19-Impfstoff des schwedisch-britischen Pharmakonzerns AstraZeneca. - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • In der EU werden momentan Exportrestriktionen für Impfstoffe diskutiert.
  • Der Schweizer Bundesrat beobachtet diese Gespräche mit Besorgnis.
  • Der Bundesrat hofft, dass es nicht zu Exportbeschränkungen kommt.

Der Bundesrat beobachtet die Diskussionen um Exportrestriktionen für Impfstoffe in der EU mit Besorgnis. Es bleibe zu hoffen, dass es nicht zu solchen komme, sagte Bundespräsident Guy Parmelin.

Komponenten bei der Herstellung

Es gebe viele Komponenten bei der Herstellung von Impfstoffen, sagte Parmelin. Es sei immer wichtig, dass man zusammenarbeite. «Wir hoffen, dass es nicht zu solchen Exportbeschränkungen kommt.»

Sabine Bruckner, Geschäftsführerin von Pfizer Schweiz, sagte: Dass Pfizer mit der EU Kontakt aufgenommen und mitgeteilt habe, dass sie solche Restriktionen kritisch sähen. «Es wäre eine Lose-Lose-Situation für alle», gewinnen würde niemand.

Die kommenden Monate sind relevant

Derzeit sind etwa 9 Prozent der Bevölkerung geimpft. «Wir sind noch ganz am Anfang, aber mit sehr guten Perspektiven.» Die Monate April, Mai und Juni seien die relevanten Monate.

Man müsse jetzt ein Gleichgewicht finden, bis die Impfungen weit genug fortgeschritten seien, um langsam zu lockern. Die Entwicklung des Virus sei aber nicht vorhersehbar. Man habe das schon im September gesehen: Da seien die Zahlen zunächst langsam anstiegen, und plötzlich sei es sehr schnell gegangen.

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