Bundesgericht

Bundesgericht stoppt «Not Milk»-Verpackung für Hafermilch

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Lausanne,

«Shhh... this is not milk» – dieser Spruch könnte Konsumenten irreführen, sagt das Bundesgericht. Hersteller Danone muss seinen Haferdrink neu verpacken.

hafermilch
Das Bundesgericht musste sich mit der Frage der Verpackung von Hafermilch befassen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Pflanzliche Milchalternativen dürfen in der Schweiz nicht «Milch» genannt werden.
  • Danones «not milk»-Verpackung könne Konsumierende irreführen und ist deswegen verboten.
  • Danone Schweiz muss die Produktkennzeichnung laut Bundesgericht nun anpassen.

Eine vegane Alternative zu Milch darf den Begriff «Milch» nicht verwenden. Auch wenn vorher ein «nicht» steht.

Das Bundesgericht hat in öffentlicher Beratung eine Beschwerde von Danone mit vier zu einer Stimme abgewiesen. Das Unternehmen hatte ein Produkt mit der Aufschrift «not milk», also «keine Milch», vermarktet.

Nach Schweizer Recht ist Milch laut dem Gericht wie folgt definiert: «Das durch Melken gewonnene Erzeugnis aus der Eutersekretion von Tieren der Gattung der Säugetiere». Diese Bezeichnung ist geschützt und darf nicht für pflanzliche Alternativen verwendet werden.

haferdrink
Haferdrink ja, Hafermilch nein: Pflanzliche Alternativprodukte dürfen nicht als «Milch» bezeichnet werden. (Symbolbild) - keystone

Zudem sei die Aufmachung der Hafergetränke-Packung geeignet, Konsumentinnen und Konsumenten in die Irre zu führen.

Die von Danone Schweiz vertriebene Verpackung trug die Aufschrift «Shhh... this is not milk» («Psst ... das ist keine Milch»), wobei ein weisser Tropfen den Buchstaben «i» in «Milk» ersetzte.

Schon 2022 verboten

Das Zürcher Kantonslabor hatte den Verkauf des Produkts bereits im März 2022 untersagt. Es verstosse gegen die Bestimmungen des Lebensmittelrechts.

Dieser Entscheid wurde vom Zürcher Verwaltungsgericht bestätigt, worauf Danone den Fall an das Bundesgericht weiterzog.

Findest du es richtig, dass pflanzliche Milch-Alternativen nicht «Milch» genannt werden dürfen?

Die Lausanner Richter wiesen die Beschwerde nun ab. Gemäss Lebensmittelgesetz dürfen Präsentation und Kennzeichnung von Lebensmitteln nicht irreführend sein, insbesondere hinsichtlich Herstellung, Zusammensetzung und Art des Produkts.

Diesen Entscheid werde Danone Schweiz umsetzen und die entsprechenden Anpassungen vornehmen, teilte ein Sprecher am Freitag mit.

Kommentare

User #1445 (nicht angemeldet)

Am besten gefiel mir vor einigen Jahren wie man uns versucht hat den Milchkonsum leidig zu machen. Ich bin und bleibe der festen Überzeugung das Milch und die daraus gemachten Produkte wie Quark, Butter, Joghurt, Frischkaese und Käse essentiell sind und bleiben. Schade das man nie die genannt bekam die für solchen Quatsch verantwortlich waren.

User #1839 (nicht angemeldet)

Aber klimawurst darf klimawurst heissen? Hääääää

Weiterlesen

precision milch
23 Interaktionen
Produkt
Kaffee Milch vegan
23 Interaktionen
Geschmackssache
Oatly vegan Milch
81 Interaktionen
Bei Coop

MEHR IN NEWS

1 Interaktionen
Zürich
a
10 Interaktionen
Kommt Plüsch-Ritschi?
London jüdischer Rettungsdienst Attacke
Jüdische Ziele
ölpreis
5 Interaktionen
Unsicherheit

MEHR BUNDESGERICHT

Arthur Brunner
9 Interaktionen
Am Bundesgericht
Schwimmen
60 Interaktionen
Gericht entscheidet
Gemeinde Strengelbach Sporthalle Neumatt
Strengelbach

MEHR AUS LAUSANNE

schweizerisches bundesgericht
1 Interaktionen
Fegen Berufungskammer
Paléo
8 Interaktionen
Vorverkauf
Olympia 2028 IOC Geschlecht
27 Interaktionen
Druck aus den USA
Autobahn
7 Interaktionen
Lausanne